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	<title>dacapo &#187; Denys Proshayev</title>
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	<description>Das Weblog der Duisburger Philharmoniker Information, Musik, Videos und Inhalte mit Leidenschaft.</description>
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		<title>1. Kammerkonzert &#124; Geschätzt aber nicht bekannt</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 00:09:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Spließ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Denys Proshayev]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerkonzert]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1096" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-1096" title="IMG_7740" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/10/IMG_7740.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="198" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Eigentlich fand in diesem Konzert die Pause dann statt, als die offizielle Pause noch gar nicht begonnen hatte. Denn zwischen den Stücken von Jean-Phillip Rameau und Wolfgang Amadeus Mozart ging Denys Proshayev für einen kurzen Moment von der Bühne bevor er für den Schubert an den Flügel zurückkehrte. So, als wollte er deutlich machen dass die Musik, die jetzt folgen würde, sich von dem vorherigen deutlich absetzen würde.<span id="more-1095"></span></p>
<p>Rameaus Musik mit ihren Trillern und Prallern, ihren Verzierungen hat es nicht leicht im Konzertsaal. Vielleicht, weil der moderne Flügel doch ein wenig anders klingt und den Ton länger hält als es beim Cembalo üblich ist &#8211; dort wirken die Verzierungen, die Rameau vorschreibt, etwas leichter, etwas weniger angestrengt. Da der Ton beim Cembalo nicht nachklingt sondern sofort verschwindet wenn man die Taste loslässt waren die Verzierungen eine Art und Weise den Ton noch etwas auszukosten. Die Frage ist für heutige Interpreten dann: Entscheidet man sich bei dieser Musik, die eigentlich nicht für den Klang des Klavier konzipiert ist, für das Pedal? Und wenn ja, wie lange hält man das?</p>
<div id="attachment_1099" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1099" title="IMG_7767" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/10/IMG_77672-550x366.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Eine Gradwanderung, die Denys Proshayev auf seine Art und Weise löste: Wenn dann kurz und präzise. Da Proshayev bereits eine CD mit Kompositionen von Rameau eingespielt hat, war der Beginn des Konzertabends für ihn zumindest bekanntes Terrain &#8211; allerdings nicht unbedingt fürs Publikum. Zu den Favoriten gehört, wie schon bereits erwähnt, Rameau im Konzertsaal nicht gerade. Dabei sind gerade seine Charakterstücke eine Entdeckung wert. Mozarts Rondo a-Moll KV 511 folgt der Rondoform durchaus. Von heiterer Stimmung kann hier keine Rede sein: Grüblerisch und nachdenklich gibt sich das Werk, das im Gegensatz zu Rameaus Musik nicht auf Prachtentfaltung setzt. Eher schlicht, aber doch eindrucksvoll.</p>
<p><strong>Schuberts Klavier-Symphonie &#8211; Schumanns imaginäres Gestaltentheater</strong></p>
<p>Schuberts Sonate a-Moll D 784 ist ein aufwühlendes und mitreißendes Werk, eine wahre Klavier-Symphonie eher als das, was man sonst gewohnt ist wenn der Begriff Sonate fällt. Zwar kehrt im ersten Satz ein Haupt-Thema wieder, doch Schubert denkt nicht in den eingeschliffenen Formen des Sonatenhauptsatzes, er experimentiert, lässt Kontraste aufeinanderprallen. Der Bechstein als Orchesterersatz. Eine wahre Fülle von Themen verschmilzt Schubert hier. Hält sich dann im zweiten Satz etwas zurück bevor er im dritten Satz einerseits wirbelnde Achtelfiguren aufzeigt, andererseits dann wieder auch ruhigere Passagen dagegensetzt. Mit einer klassischen Klaviersonate im Sinne von Mozart oder Beethoven hat das nun kaum noch etwas zu tun. Proshayev versinkt hier förmlich in den Klängen, lässt zwischen den Sätzen nur kurze Pausen entstehen. Der Gebrauch des Pedals: Auch hier wie beim Schumann genau richtig &#8211; weder zu lang, so dass die Töne ineinander verschwimmen, noch zu kurz.</p>
<div id="attachment_1100" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1100" title="IMG_7744" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/10/IMG_7744-550x366.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Die Davidsbündlertänze op. 9 von Schumann porträtieren eigentlich zwei imaginäre Gestalten, die Schumann als Musikjournalist sein Leben lang begleiten werden: Florestan und Eusebius. Florestan, der wild vorpreschende, Eusebius, der mild lächelnde &#8211; es ist kaum zu überhören wer in welchen Stücken gemeint ist. Wenngleich es Schumann auch einem nicht so einfach macht und es Stücke gibt, die beiden Charakteren gewidmet sind. Zugleich lässt die Bezeichnung &#8220;Tänze&#8221; den Zuhörer doch etwas ratlos zurück &#8211; sicherlich könnte man zu einigen der Stücken auch tanzen so wie man das zu den &#8220;Walzern&#8221; von Chopin tun könnte, aber Tänze im eigentlichen Sinne sind es dann doch eher nicht. Eher sind sie das, was schon Rameau schrieb: Charakterstücke. Mal feurig, mal wieder besinnlich, ein Zyklus, in den Schumann seine ganzes klaviriestisches Können hineinlegt. Es ist ein fantastisches Theater, das Schumann dort vor die Ohren der Zuhörer bringt, eines, dass teilweise mit kindischer Freude an der Themenerfindung daherkommt und dann wieder unerwartet ernst wird. Eine Komödie oder eine Tragödie? Zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Doch für einen Pianisten eine wahre Fundgrube.</p>


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		<title>1. Kammerkonzert &#124; Mit orchestraler Phantasie: Denys Proshayev eröffnet Bechstein-Klavierabende</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 09:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mediabot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Bechstein]]></category>
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		<description><![CDATA[Denys Proshayev
Denys Proshayev eröffnet am Sonntag, den 25. Oktober um 19 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle den Zyklus der Duisburger Kammerkonzerte in der Spielzeit 2009/2010. Es ist zugleich der erste <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/1-kammerkonzert-mit-orchestraler-phantasie-denys-proshayev-eroffnet-bechstein-klavierabende-1042.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1043" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><a href="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/10/proshayev05.jpg"><img class="size-medium wp-image-1043 " title="Denys Proshayev" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/10/proshayev05-234x352-custom.jpg" alt="Denis Proshayev" width="234" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Denys Proshayev</p></div>
<p>Denys Proshayev eröffnet am Sonntag, den 25. Oktober um 19 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle den Zyklus der Duisburger Kammerkonzerte in der Spielzeit 2009/2010. Es ist zugleich der erste „Bechstein-Klavierabend“ in Duisburg: Der neue Bechstein Konzertflügel wird künftig in jeder Spielzeit mit einem Klavierabend besonders herausgestellt – bespielt durch die Hände renommierter Meisterpianisten, die sich dem Instrument, seiner Wärme und Klangfülle besonders verbunden fühlen.<span id="more-1042"></span></p>
<p>Der Sieg beim ARD Wettbewerb in München öffnete Denys Proshayev 2002 die Tore zu einer großen internationalen Karriere. Der 1978 geborene ukrainische Pianist hatte aber zuvor keineswegs die üblichen Stationen einer Wunderkind-Laufbahn abgeschritten, wie sie für das straff organisierte Ausbildungssystem in der ehemaligen Sowjetunion typisch waren. Im Gegenteil: Erst mit neun Jahren fand er zum Klavier, mit 14 begann seine intensive musikalische Ausbildung am Musikgymnasium in Kiew. „Es war der erste eigene Entschluss, den ich gefasst habe. Ich wollte Berufsmusiker werden“, so der junge Pianist.</p>
<p>Schlag auf Schlag folgten seit 1995 Erfolge bei internationalen Wettbewerben, u.a. in Ettlingen und beim <em>Clara Haskil Wettbewerb</em> in Vevey (Schweiz). Seit 1998 studierte Denys Proshayev in der Meisterklasse von Vladimir Krainjew an der Musikhochschule Hannover, wo er zusätzlich seit 2001 eine Ausbildung zum Kapellmeister absolvierte. Denys Proshayev mochte sich eben nicht auf den mitunter flüchtigen Ruhm einer Solistenkarriere verlassen; außerdem wies seine Klangphantasie schon früh über die Grenzen des Klaviers hinaus. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum er seither als Solist mit großen Orchestern Erfolge feiern konnte, so etwa bei den Münchner Philharmonikern, dem Frankfurter Museumsorchester, dem Dänischen Nationalorchester und den Sinfonieorchestern nahezu aller ARD-Anstalten. Auch beim Abschlusskonzert des WDR Musikfestes in Duisburg 2008 konnte er sich als souveräner, glanzvoller Virtuose präsentieren.</p>
<p>2006 legte Denys Proshayev seine Debüt-CD mit Musik des französischen Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau vor, deren fein ziselierten und reich dekorierten Cembalo-Satz er mit hohem Klangsinn auf den modernen Flügel übertrug. Rameau steht auch am Anfang seines Duisburger Klavierabends, gefolgt von Mozarts Rondo a-Moll KV 511 und zwei Werken der deutschen Romantik, in denen das Klavier auf besondere Weise zum Statthalter eines imaginären Orchesters wird: Schuberts Sonate a-Moll D 784 und die Davidsbündlertänze op. 6 von Robert Schumann.</p>


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<li><a href='http://www.dacapo-dp.de/konzerte/1-kammerkonzert-wenn-das-schicksal-anklopft-1531.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: 1. Kammerkonzert | Wenn das Schicksal anklopft'>1. Kammerkonzert | Wenn das Schicksal anklopft</a></li>
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