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	<title>dacapo &#187; Alfred Wendel</title>
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	<description>Das Weblog der Duisburger Philharmoniker Information, Musik, Videos und Inhalte mit Leidenschaft.</description>
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		<title>Händels Highlight &#124; Eine Passacaglia, ein Cellist und ein Komponist</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 13:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Müller-Girod</dc:creator>
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Photo: Christoph Müller-Girod

Wie besiegen Sie eigentlich Ihren inneren Schweinehund? Durch gutes Zureden von Freunden? Durch den Gedanken an die Bikinifigur? Vielleicht reicht bei Ihnen ja auch ein Blick in <a href="http://www.dacapo-dp.de/konzerte/handels-highlight-eine-passacaglia-ein-cellist-und-ein-komponist-1566.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1742" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px;"><span style="color: #ffffff;"><span style="line-height: 17px;"><br />
 </span></span></dl>
</div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_1743" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1743" title="padall © cmgmedia.de" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2011/08/padall-©-cmgmedia.de_1-550x362.jpg" alt="" width="550" height="362" /><p class="wp-caption-text">Photo: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Wie besiegen Sie eigentlich Ihren inneren Schweinehund? Durch gutes Zureden von Freunden? Durch den Gedanken an die Bikinifigur? Vielleicht reicht bei Ihnen ja auch ein Blick in das Himmelsblau damit Sie sich aufraffen und Dinge erledigen können. Wenn unser Cellist Robert Kruzlics keine Lust zum Cello üben hatte, dann half bei ihm ein ganz besonderes Stück: Die Passacaglia von Händel. Nach knapp einem Jahr können Sie jetzt endlich in den Genuß des einzigartigen Higlights kommen &#8211; denn wir präsentieren stolz das Video.</p>
<p><span id="more-1566"></span></p>
<p>Eine Passacaglia ist ein Variations-Musikstück. Während man bei Variationen aber eher an die Melodie denkt, die später vom Komponisten bearbeitet wird &#8211; etwa wie bei Schuberts &#8220;Forellenquintett&#8221;, bei Mozarts &#8220;Ah, vous dirai-jais maman&#8221; oder den bekannten &#8220;Enigma&#8221;-Variationen von Edward Elgar &#8211; ist das bei einer Passacaglia anders. Erstmal wird der Bass als das Fundament der Variation genommen, zweitens bleibt dieser während des gesamten Stücks gleich. Er bildet also ein Ostinato. Variieren kann der Komponist nun entweder diese Bassmelodie oder baut auf diesem Fundament sein Klanggewölbe. Wer sich also schon immer fragte warum Bachs &#8220;Goldberg-Variationen&#8221; eigentlich &#8220;Variationen&#8221; heißen &#8211; der achte mal auf das Bassfundament. (Wobei  Bachs Variationen &#8211; aber das ist eine andere Geschichte und wird ein anderes Mal erzählt.)</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_1744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1744" title="img_8160" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2011/08/img_8160-550x366.jpg" alt="" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Robert Kruzlics</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Das Stück, dass unseren Cellisten Robert Kruzlics also immer wieder zum Cello üben animierte war eine Passacaglia. Von Händel. Wobei: Robert hat während seiner Ausbildung eine Bearbeitung für Violine und Viola gehört, die der Norwegische Violinist Johan Halvarson anfertigte. Ursprünglich ist diese Passacaglia nämlich aus der Cembalo-Suite in g-moll (HWV 432) und dort der letzte Satz. Es gibt aber nicht nur Bearbeitungen für Geige und Bratsche &#8211; Händels Stück ist so populär, dass es Versionen für Viola und Cello und sogar für Viola und Kontrabass gibt. Allerdings: Der Kontrabassist muss schon ein wahrer Paganini sein wenn er sich für diese Variante entscheidet.</p>
<p>Roberts Cellolehrer  hatte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radu_Aldulescu" target="_blank">Radu Aldulescu</a> kennengelernt &#8211; ein rumänischer Komponist und Cellospieler, der heute nur noch Experten bekannt ist. Was dieser nun mit der Passacaglia Händels zu tun hat? Nun, Radu Aldulescu bearbeitete im Jahr 1959 die Passacaglia für zwei Celli und Roberts Musiklehrer wiederum animierte seinen Schützlich mit genau dieser Bearbeitung. Einer, die einzigartig sein dürfte &#8211; und etwas, was er in all den Jahren seines Lebens nicht vergessen hatte.</p>
<p>So eindrucksvoll war diese Bearbeitung, dass Robert &#8211; als er zu den Duisburger Philharmonikern stieß &#8211; mit Friedemann Pardall darüber sprach, ob man nicht gemeinsam diese Version der Passacaglia irgendwie aufführen könnte. Unser Intendant Dr. Alfred Wendel war begeistert und gab grünes Licht. Robert setzte sich also mit Aldulescu selbst in Kontakt um die Erlaubnis von ihm höchstpersönlich für dieses Projekt einzuholen. Leider konnte der Bearbeiter nicht mehr erleben, wie im Juli letzten Jahres im Opernfoyer die Aufnahmen zu diesem einzigartigen Highlight entstanden &#8211; Radu Aldulescu starb 2006.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28284875?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;autoplay=0" width="550" height="330" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ein solches Higlight braucht Zeit, denn da ist Einiges zu schneiden, zu synchronisieren, kurz: Man braucht Zeit um aus einem Rohling einen Diamenten zu formen. Diese Zeit haben wir uns genommen und können jetzt voller Freude und Stolz Robert Kruzlics und Friedemann Pardall mit der Bearbeitung von Händels Passacaglia für zwei Celli von Radu Aldulescu präsentieren.</p>
<p>© <a href="http://www.cmgmedia.de">cmgmedia.de</a></p>


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		<title>Wiegenlieder &#124; Ein traumhaftes Wochenende</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 04:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mediabot</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wiegenlieder und Schlafgesänge gibt es überall auf der Welt. Seit Jahrhunderten werden sie von Generation zu Generation weitergetragen und bilden damit einen wichtigen Teil kultureller Identität. Doch wer hat sich <a href="http://www.dacapo-dp.de/events/wiegenlieder-ein-traumhaftes-wochenende-1565.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-1569" title="image001" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2010/10/image001.jpeg" alt="" width="151" height="98" />Wiegenlieder und Schlafgesänge</strong> gibt es überall auf der Welt. Seit Jahrhunderten werden sie von Generation zu Generation weitergetragen und bilden damit einen <strong>wichtigen Teil kultureller Identität</strong>. Doch wer hat sich schon von einem <strong>Vocalensemble</strong> bestehend aus fünf Männern in den Schlaf singen lassen? Wie gleiten Jung und Alt schöner in Morpheus’ Arme als durch die Stimmkünste einer <strong>herausragenden Mezzosopranistin</strong> und eines <strong>türkischen Bassbaritons</strong>? Wer beleuchtet die <strong>Hintergründe</strong> von Wiegenliedern besser als eine<strong> Professorin</strong>, die sich <strong>wissenschaftlich</strong> mit kindlichen Einschlafritualen beschäftigt? Warum sollten Geschichten anders präsentiert werden als von einer <strong>mehrfach preisgekrönten Erzählerin</strong>, die in einer alpenländischen Großfamilie aufgewachsen ist? Und: Wo hört man live Abendgeschichten mit der <strong>deutschen Synchronstimme</strong> von <strong>Marlon Brando, Harvey Keitel und Robert de Niro</strong>?<span id="more-1565"></span></p>
<p>Das Fragen hat ein Ende: <strong>Am 30. und 31. Oktober 2010 </strong>wird bei <strong>„Wiegenlieder“</strong> gelauscht und geträumt. In insgesamt<strong> 14 Veranstaltungen</strong> präsentierendie Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und <strong>die Duisburger Philharmoniker</strong> in der Mercatorhalle nicht nur <strong>Salome Kammer</strong> und <strong>Günes Gürle, Christian Brückner</strong> und <strong>Katharina Ritter, Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker</strong> und das <strong>Männervocalensemble Vocus Focus.<br />
 </strong><br />
 Es gibt <strong>Orchesterkonzerte </strong>mit den Duisburger Philharmonikern und der <strong>Uraufführung</strong> von Carola Bauckholts „Emil will nicht schlafen“. Das Weltmusikkonzert mit dem <strong>Ziveli Orkestar, Suzana Djordjevic und Sandy Lopicic</strong>, eine Kammermusikmatinee und ein generationenübergreifendes <strong>Mitsingkonzert</strong> umkreisen das Thema mit traumwandlerischer Leichtigkeit. Auch anschauliche <strong>Fachvorträge</strong> machen die Vielfalt der Schlaflieder aus unterschiedlichen Kulturräumen erlebbar.</p>
<p>„Wiegenlieder schaffen nicht nur eine besonders enge Verbindung zwischen Mutter, Vater und Kind, sie sind auch meist der erste unmittelbare Kontakt zur Musik. Darüber hinaus stellen sie eine <strong>dauerhafte Brücke</strong> zwischen den Generationen her“, hebt Dr. <strong>Alfred Wendel</strong>, Intendant der Duisburger Philharmoniker, hervor. „Die weltweite Kultur des »in den Schlaf Singens« in vielfältiger künstlerischer Transformation erfahrbar zu machen und die Tradition zu beleben, sind die Grundgedanken unseres <strong>Wochenend-Festivals</strong>, das ganz sicher nicht zum Einschlafen ist.“</p>
<p>In der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg dürfen Jung und Alt <strong>am letzten Oktoberwochenende</strong> lauschen und singen. <strong>Klangoasen</strong> im Bühnenbild von <strong>Cordula Körber</strong> laden zum Träumen ein. „Wiegenlieder“ ist ein Initiativprojekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 in Zusammenarbeit mit der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg.</p>


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		<title>Duisburger Philharmoniker erhalten die Auszeichnung „Bestes Konzertprogramm“ der Saison 2009/2010</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 17:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mediabot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Foto: Christoph Müller-Girod
Passend zur „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ ist ein Orchester aus dem Ruhrgebiet neuer Preisträger der Auszeichnung für das „Beste Konzertprogramm“ der Saison 2009/2010. Der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV) verleiht <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/duisburger-philharmoniker-erhalten-die-auszeichnung-%e2%80%9ebestes-konzertprogramm%e2%80%9c-der-saison-20092010-1202.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1203" title="Darlington-Neujahrs-Konzert" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2010/01/Darlington-Neujahr.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="500" height="229" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Passend zur „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ ist ein Orchester aus dem Ruhrgebiet neuer Preisträger der Auszeichnung für das „Beste Konzertprogramm“ der Saison 2009/2010. Der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV) verleiht in diesem Jahr den Duisburger Philharmonikern den renommierten Preis.<span id="more-1202"></span></p>
<h2>Vielfältig: Entdeckungsreisen in die Moderne</h2>
<p>Wie die Jury des DMV bekannt gab, empfahl sich das Orchester unter der Leitung von Jonathan Darlington (GMD) und Intendant Dr. Alfred Wendel vor allem durch seine „stilistische und künstlerische Vielfalt des Konzertspielplans ebenso wie durch das Bekenntnis zur musikalischen Moderne und den Mut, das Publikum mit Aufführungen weniger bekannter Orchesterwerke auf Entdeckungsreise zu schicken.“</p>
<p> In der Begründung heißt es weiter: „Lobenswert ist vor allem der hohe Anteil an Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert, die in elf von insgesamt 12 Philharmonischen Konzerten vorgestellt werden. Wie wichtig den Duisburger Philharmonikern die zeitgenössische Musik ist, verdeutlicht das Henze-Projekt, mit dem das vielfältige Schaffen des in Westfalen geborenen Komponisten einem breiteren Publikum vorgestellt wird. Dass mit der Hommage an Hans Werner Henze ein Tonschöpfer gewürdigt wird, dessen künstlerisches Engagement untrennbar mit dem Bekenntnis zum Fördern und Vermitteln von Musik – gerade an ein junges Publikum – verbunden ist, passt zum programmatischen Selbstverständnis des Duisburger Orchesters.“</p>
<h2>Vorbildlich: KlasseKlassik und Playlist</h2>
<p>
 Großen Wert legt der Verband bei der Preisvergabe neben der Programmgestaltung auf die Vermittlung klassischer und zeitgenössischer Musik für junge Hörer. Auch dies wird in Duisburg vorbildlich und innovativ umgesetzt. So lobt die Jury das Projekt „Klasse.Klassik“, das in mehr als 20 Veranstaltungen für Familien, Jugendliche und Kinder Musik gleichermaßen unterhaltsam und zum Mitmachen anregend vorstellt sowie die Serie “Playlist”. Diese integriert Studenten der Universität Essen/Duisburg in die Programmplanung und baut durch innovative Veranstaltungskonzepte Jugendlichen Brücken von der U- zur E-Musik. Ergänzt werden die Konzert- und Educationangebote durch eine Vielzahl von Sonderkonzerten, Kammermusikreihen und weiteren Kulturhauptstadt-Projekten. Ein gleichermaßen ehrgeiziges wie vielfältiges Konzertangebot, das aus Sicht der Jury als ein herausragender Beitrag der Stadt Duisburg zum Kulturhauptstadtjahr 2010 zu werten ist.</p>
<p> Die Auszeichnung erfolgt am 4. Februar 2010 in der Duisburger Mercatorhalle im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzertes unter der Leitung von GMD Jonathan Darlington. Übergeben wird der Preis, der nicht dotiert ist und einer der renommiertesten Auszeichnungen im deutschen Orchesterleben darstellt, vom Vorsitzenden des Ausschusses für Ernste Musik, Winfried Jacobs und Christoph Dohr, Mitglied des Ausschusses für Ernste Musik im DMV. Seit 1991 vergibt der DMV den Preis “Bestes Konzertprogramm der Saison”. Ausgezeichnet werden Konzertprogramme von Orchestern und Veranstaltern, die sich durch die besondere Kreativität und Vielfalt in der laufenden Konzertsaison profiliert haben, wobei die Berücksichtigung zeitgenössischer Musik ebenso eine Rolle spielt wie Werke mit ungewöhnlicher Besetzung oder die Einbeziehung junger Künstler.</p>
<p> Der DMV ist als Interessenvertretung ein Zusammenschluss von Musikverlagen aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit rund 500 Mitgliedsverlagen erreicht der Verband einen Organisationsgrad von ca. 90% der in der Bundesrepublik Deutschland tätigen Musikverlage. Die im DMV organisierten Musikverlage erreichten im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 580 Mio. Euro. Neben dem Papiergeschäft, also dem Druck von Vertrieb und Noten (dass ca. 15 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikverlage beträgt), sind weitere Umsatzträger die Rechte und Lizenzen für Werbung, Musik im Film und für Klingeltöne. Der größte Umsatzanteil betrifft die Einnahmen aus den Rechten, die von der GEMA kollektiv für in- und ausländische Autoren wahrgenommen werden.</p>


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		<title>Ihre Majestät zieht ein &#124; Konzert zur Orgeleinweihung</title>
		<link>http://www.dacapo-dp.de/allgemein/ihre-majestat-zieht-ein-konzert-zur-orgeleinweihung-1138.html</link>
		<comments>http://www.dacapo-dp.de/allgemein/ihre-majestat-zieht-ein-konzert-zur-orgeleinweihung-1138.html#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 15:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Spließ</dc:creator>
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		<category><![CDATA[GMD]]></category>
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		<category><![CDATA[Alfred Wendel]]></category>
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		<category><![CDATA[Iveta Apkalna]]></category>
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		<description><![CDATA[Foto: Christoph Müller-Girod
Gerade ist Thomas Trotter in den letzten Takten der Zugabe. Mit &#8220;The Typewriter&#8221; von Leroy Anderson stellt er das Glockenspiel-Register unserer neuen Konzertorgel vor. Gerade hat der Assistent <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/ihre-majestat-zieht-ein-konzert-zur-orgeleinweihung-1138.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1139" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1139" title="IMG_8198" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/IMG_8198-550x219.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="219" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Gerade ist Thomas Trotter in den letzten Takten der Zugabe. Mit &#8220;The Typewriter&#8221; von Leroy Anderson stellt er das Glockenspiel-Register unserer neuen Konzertorgel vor. Gerade hat der Assistent die Noten umgeblättert und sich entfernt als unerwarteterweise die vorletzte Seite sich von selbst zurückblättert. Auf der Hälfte des Rückwegs bemerkt der Assistent das, kehrt nochmal rasch um &#8211; aber mit einer Seelenruhe spielt Trotter die letzten Takte des Stückes auswendig aus dem Kopf. Dass Trotter dann vor der Pause noch Standing Ovations entgegennehmen konnte versteht sich dann wohl von selbst. <span id="more-1138"></span>Doch vor der Kür gab es die Pflicht &#8211; mit machtvollen Akkorden eröffnete Ivetka Apkalna das Orgelkonzert zur Einweihung unserer Majestät. Zwischen wahren Klangkaskaden und filigranen Tonreihen ist das Werk von Joseph Jongen, die &#8220;Sonata Eroica cis-Moll op.94&#8243; angesiedelt. Das Werk stellt den Organisten vor diffizilen Herausforderungen, die die Klangvielfalt der Orgel besonders in Szene setzen.</p>
<p>&#8220;Donnerwetter&#8221; &#8211; das habe er, Oberbürgermeister Sauerland, gedacht als er die vielen Holz-, Zinn- und Lederteile in der Firma Eule in Bautzen zu Gesicht bekam. Er fuhr weiterhin in seiner Ansprache fort, dass die Orgel in der Mercatorhalle schon jetzt sehr begehrt sei &#8211; Anfragen von Organisten aus aller Welt erreichten das Haus und darüberhinaus sei dieser Tag nicht nur ein weiterer kultureller Höhepunkt für die Rhein-Ruhr-Region. Er sei auch ein Zeichen dafür, dass die Entwicklung Duisburgs trotz der Probleme &#8211; auch im kulturellen Bereich &#8211; weitergehen würde.</p>
<h3>OB Sauerland: &#8220;Weiteres Kulturhighlight der Rhein-Ruhr-Region&#8221;</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_1140" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1140" title="IMG_8123" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/IMG_8123-550x366.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Anschließend dankte auf charmante Weise Frau Anne-Christine Eule, Enkelin von Ingeborg Eule, ihren Orgelbauern und Angestellten, die mehr als die normal übliche Arbeitszeit in die Herstellung dieser Orgel gesteckt hätten. &#8220;Das habe ich gesehen&#8221;, sagte sie lächelnd und erklärte anschließend den alten Brauch, dass bei der Einweihung der Orgel der Rauminhalt der größten Orgel mit Wein gefüllt wurde. Damit wurde der Orgelbaumeister bezahlt und die Gemeinde feierte zusammen. Heute würde sich das auf eine kürzere Zeremonie mit den Verantwortlichen beschränken, zu denen unter anderem die Orgelkomission mit unserem Intendanten Dr. Alfred Wende zählte sowie auch Jonathan Darlington und Kulturdezernent Karl Janssen.  Vielleicht läge das an der Hektik unserer Zeit, dass die Zeremonie nur so kurz wäre fragte Frau Eule? OB Sauerland bezog sich kurz darauf auf dieses Statement und konstatierte: &#8220;Zeit haben wir genug mitgebracht, der Wein ist hervorragend &#8211; es geht gleich weiter.&#8221;</p>
</h3>
<p>Nach der &#8220;Fuge in G-Dur&#8221;, BWV 577, stellte Organist Thomas Trotter die folgenden drei Werke vor, die den ersten Teil des Programms beschlossen. So würde &#8220;Canzona und Scherzetto&#8221; von Percy Whitlock in die Welt von Elgar führen. Ein Werk, das typisch für den Stil der Zeit sei. Hier konnten die Flötenregister der Orgel zu Gehör gebracht werden. Paganinis 24. Caprice für Violine solo ist in der Musikgeschichte ja desöfteren Inspiration für Komponisten gewesen. Dass das Thema auch Anlaß für Orgekompositionen ist, sollte da nicht wundern. Furios wirbelten die Beine von Trotter über die Orgelpedale. Erst in der Toccata, der letzten Variation der &#8220;Variationen über ein Thema von Paganini für das Orgelpedal&#8221; von George Thalben-Ball durften dann die Hände in die Manuale greifen. Übrigens, so merkte Trotter an, sei Thalben-Ball einer seiner Vorgänger als Birmingham City Organist gewesen. Dessen &#8220;Elegy&#8221; wurde beim Begräbnis von Prinzessin Diana gespielt &#8211; vielleicht wird dieses Werk auch demnächst in der Mercatorhalle zu hören sein.</p>
<div id="attachment_1141" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1141" title="IMG_8127" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/IMG_8127-550x366.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<h3>&#8220;Rienzi&#8221;-Ouvertüre: Überraschende Neuentdeckung eines Klassikers</h3>
<p>Wagner auf der Orgel? Im 19. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches, denn im Zeitalter vor Radio und CD, in dem die Konzerte sehr teuer gewesen wären, waren Transkriptionen die Möglichkeit auch für den nicht so betuchten Bürger Werke der Orchesterliteratur zu hören. Überaus effektvoll war in dieser Kunst Edwin Henry Lemar, dessen Bearbeitung der Ouvertüre zu Wagners Frühwerk &#8220;Rienzi&#8221; von Trotter gespielt wurde. Vielleicht, so stellt man beim Hören dieses Werkes fest, dessen Marsch-Thema seit Jahren das eines bekannten Fernsehmagazins ist, sind Verdi und Wagner doch nicht so weit auseinander. Wie genau und sorgfältig die Transkription mit Wagners Werk umging wurde schon beim ersten Ton hörbar &#8211; hier war das Trompeten-Register der Orgel gefragt &#8211; und die zarten Abstufungen, die den Ton an- und abschwellen ließen waren ebenso faszinierend wie die Übersetzung der Geigenparts bei der Wiederkehr des Marsch-Themas. Eine überraschend-frische Neuentdeckung.</p>
<p>Zum Schluss war die Orgel in der Mercatorhalle gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern zu hören. Zwar ist das Werk von Aexandre Guilmant in Deutschland nicht bekannt, doch der Organist ist in Frankreich eine Größe. Seine &#8220;Sinfonie für Orgel und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 42&#8243; ist eine Bearbeitung seiner Orgelsonate Nr. 1. Die Klangwucht des dritten Satzes, in dem das Blech sehr präsent ist, wird in diesem dreisätzigen Werk teilweise schon im ersten Satz angedeutet. Die Orgel stellt das prächtige Thema vor, das Orchester wirft in den ersten Takten nur kurze Passagen ein. Die Verarbeitung stellt Orchester und Solo-Instrument als Dialogpartner dar &#8211; besonders im zweiten Satz mit dem wiegend-leichtem Thema, das im Orchester später von den Geigen aufgenommen und von der Orgel mit Akkorden begleitet wird, wird das deutlich. Zum Schluss dann: Eine machtvolle Zelebrierung der Klangkörper in einem furiosem Finale. Wahrlich &#8211; ein Ende wie angemessen für eine Königin. Aber &#8211; um Frau Anne-Christine Eule zu zitieren &#8211; sollte man nicht vergessen, dass &#8220;eine Orgel genau wie eine Majestät ein empfindsames und zartes Wesen besitzt.&#8221; Auch wenn man das unter all den prächtigen Kleidern vielleicht nicht auf den ersten Blick sieht.</p>


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		<title>Orgelcountdown &#124; Laudes Organi &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 17:56:31 +0000</pubDate>
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Es sind nur noch wenige Tage bis am 14.11 die Orgel in der Mercatorhalle &#8211; unsere Majestät &#8211; zum ersten Mal zu uns sprechen wird. In seinem Artikel <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/orgelcountdown-laudes-organi-teil-1-1119.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1132" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-large wp-image-1132" title="3663495387_5acc167d60_o-1" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/3663495387_5acc167d60_o-1-550x174.jpg" alt="Foto: Christoph Müller-Girod" width="550" height="174" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Es sind nur noch wenige Tage bis am 14.11 die Orgel in der Mercatorhalle &#8211; unsere Majestät &#8211; zum ersten Mal zu uns sprechen wird. In seinem Artikel &#8220;Laudes Organi&#8221; verdeutlicht unser Intendant Dr. Alfred Wendel, warum die Orgel die Königin der Instrumente genannt wird. Im ersten Teil verdeutlicht er, warum diese Königin von Dichtern und Denkern der Vergangenheit verehrt wurde.</p>
<p><span id="more-1119"></span><em>„Die Orgel, das erstaunenswürdige Instrument – sie, die alle Sprachen redet, die mit der süßen Lockstimme der Liebhaberinnen die Liebe Gottes in das horchende Ohr der Andacht haucht und Schrecken in das Ohr des Tyrannen brüllt, sie, die vollständige Posaune des Lobes Gottes, seiner schallenden Wunder und ihrer eigenen Majestät – ist der Ewigkeit würdig.“</em> Johann Gottfried Herders Lob der Orgel spiegelt die hymnische Haltung der Weimarer Klassik zu einem Instrument, dem Dichter und Musiker aller Zeiten den Rang der Herrschaft und Heiligkeit angedeihen ließen. Und in der Tat: Die Orgel vereint die Seligkeiten des Paradieses mit irdischen Wünschen, Hoffnungen und Sehnsüchten und mit den tiefsten Abgründen. Die Orgel ist das Instrument der großen Leidenschaften. Sie ist irdisch, transzendent und abgründig zugleich und gerade deswegen so himmlisch. Die Orgel ist ein Windinstrument, geschaffen aus mannigfaltigen klingend gestimmten Pfeifen, Wind- und Regierwerk, eingehaust und mittels Spielanlage mit Manualen, Pedal und Registern beherrscht. Als wahres Aerophon lebt sie von dem, was Leben im Innersten durchwebt, dem Atem. Bis an die Enden der Erde füllt sie die Räume mit dem Sturm stimmgewaltiger Allmacht und flüstert dem Mikrokosmos das Säuseln Zephirs zu. Die Orgel, sie ist Kythera und Jericho zugleich. Insel der Seligen und apokalyptische Posaune. Sie betört und erschüttert bis in die Grundfesten des Seins.</p>
<h2>König aller Instrumente</h2>
<p>Und so gibt es auch niemanden, dem sie gleichgültig wäre. Herders Antagonist und Wahlverwandter Goethe beklagt in der „Italienischen Reise“ gerade die Erhabenheit des Instrumentes, der so ganz das menschliche Maß fehle: <em>„Welch ein leidigs Instrument die Orgel sei, ist mir gestern Abend in dem Chor von St. Peter recht aufgefallen, man begleitete damit den Gesang bei der Vesper; es verbindet sich so gar nicht mit der Menschenstimme – und ist so gewaltig.“</em> Die Orgel polarisiert. Keiner kann ihr neutral begegnen. Ihre Allgewalt beschwört Himmel und Hölle. Sie kennt Liebe und Hass, Schöpfung und Zerstörung. Ihre Macht ist physisch spürbar – sinnliches Memento der Respiration. Wie ein menschliches Wesen braucht die Orgel Luft zur Erzeugung von Klang und ist jahrhundertelang das einzige Instrument, das in Tonumfang und Dynamik dem Spektrum der menschlichen Sinne nicht nur entspricht, sondern es sogar übersteigt – kein anderes akustisches Instrument vermag so tief und so hoch, so leise und so laut zu klingen, der Orgelton reicht weiter, als die menschlichen Grenzen je erhören. Michael Praetorius prägt 1619 das Wort von der Orgel als <em>„König aller Instrumente“</em>. Sein Argument: Das <em>„vielstimmig liebliche Werk“</em> vereine nicht nur alles, was in der Musik erdacht und komponiert werden könne, sondern auch alle anderen Instrumente. Mozart popularisiert das Wort, bis es Königsmetapher wird. Auch wir begrüßen in der Mercatorhalle ja unsere Königin – als englische Queen freilich mit Her Majesty, <em>„Ihre Majestät“</em>. Was aber macht die Hoheit der Orgel aus? Die Orgel ist durch und durch Gebieterin, Ihr Regiment reicht so weit wie die Klänge der Welt. Ein musikalisches Empire durch alle Zeiten und Räume.</p>
<h3>Pilgern zu den Wunderbauten</h3>
<p><em>„Orgeln sind Wunderbauten, Tempel, von Gottes Hauch beseelt, Nachklänge des Schöpfungsliedes“</em>, so Herder. Präzise im Detail greift das Wort des Klassikers von der Orgel als Architektur: Die Orgel ist die einzige wahre Immobilie unter den Instrumenten. Sie ist nicht transportabel, niemals tourt sie durch Kirchen, Hallen und Konzertsäle. Die Orgel ist Ruhende, nicht Reisende, sie thront und residiert, ist immer da. Als eigens für und in dem Raum Errichtete ist sie zutiefst autochthon. An ihrem immer gleichen Ort erwartet die Orgel ihr Publikum. Einem Ort, definiert durch ihre pure Anwesenheit als Weihestätte des Klanges. Sie fordert den Modus des Pilgerns, um Gehör zu schenken. Die Orgel gewährt im Wortsinne Audienz. Gibt man in die Internet-Suchmaschine, dieses ephemere Organon assoziativen Wissens, den Herderschen Begriff <em>„Orgeln sind Wunderbauten“</em> ein, so lautet übrigens die Rückfrage wahrhaft autopoetisch: „<em>Meinten Sie: Orgeln sind Sonderbauten?“</em> Das Grimm’sche Wörterbuch beschreibt die Orgel als <em>„ein aus vielen Blasinstrumenten (Organa) zusammengesetztes und durch ein Windwerk zum Tönen gebrachtes Tonwerkzeug (besonders die Kirchenorgel), das zur Zeit Karls des Großen in Deutschland bekannt geworden“</em> sei und den <em>„fremden Namen beibehalten“</em> habe – <em>„ahd. organâ, orginâ (aus dem Plural des griech.-lat. organum, s. organ), mhd. organa, orgena, orgene; […] nhd. nur orgel – ein zerbrochens griechsch wörtel, gantz heist es organon“.</em></p>


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		<title>Orgelcountdown &#124; Laudes Organi &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 10:32:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Photo: Christoph Müller-Girod
Im zweiten Teil des Artikels über die Geschichte der Orgel erklärt Intendant Dr. Alfred Wendel, warum der Orgel der Pluralis Majestatis gebührt und führt durch die Geschichte des <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/orgelcountdown-laudes-organi-teil-2-1122.html">[...]</a>


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<li><a href='http://www.dacapo-dp.de/allgemein/orgel-ihre-majestaet-zieht-ein-teil-1-526.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: ORGEL | Ihre Majestät zieht ein &#8211; Teil 1'>ORGEL | Ihre Majestät zieht ein &#8211; Teil 1</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1121" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/3663503463_ee763976ab.jpg"><img class="size-full wp-image-1121 " title="3663503463_ee763976ab" src="http://www.dacapo-dp.de/dateien/2009/11/3663503463_ee763976ab.jpg" alt="3663503463_ee763976ab" width="550" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Photo: Christoph Müller-Girod</p></div>
<p>Im zweiten Teil des Artikels über die Geschichte der Orgel erklärt Intendant Dr. Alfred Wendel, warum der Orgel der Pluralis Majestatis gebührt und führt durch die Geschichte des Orgelbaus. Zudem: Von geheimen Registern und kuriosen Klängen.<span id="more-1122"></span></p>
<h2>Pluralis Majestatis</h2>
<p>„Organum – Organa“: Der Orgel gebührt der Plural. Wer immer die Orgel beschreibt, ob positiv oder negativ, ist voller Ehrfurcht vor dem Instrument, das streng genommen nicht eines ist, sondern Legion, eine Vielzahl – ein wahres Orchestral-Instrument, das eine schier unerschöpfliche Fülle an Stimmen in sich vereint. Die Orgel ist mehr als nur ein Instrument, sie ist eine von Menschenhand gewirkte Naturgewalt, die Himmel und Erde bewegt. Und das schon seit der Antike. Als erster Orgelbauer gilt Ktesibios aus Alexandria, Pionier der Pneumatik, der bereits in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus eine „Hydraulis“ genannte Wasserorgel konstruiert, die pneumatischen Gesetzen folgt, genau wie seine Feuerspritze, Federkatapult und Wasseruhr. Gleich einer Druckpumpe komprimiert sie Luft, um willkürlich und über Körperkraft hinaus Töne in Pfeifen zu erzeugen: Die erste Orgelmaschine ist erschaffen. Die Erfindung überzeugt: Die Orgel findet in der römischen Antike weite Verbreitung und ist auch etwa einem Vitruv bekannt. Byzanz schließlich adelt die Orgel – sie avanciert dort zum Instrument der kaiserlichen Zeremonien. Grimm berichtet von einer Beschreibung Aventins, wie das Instrument vom byzantinischen ins fränkische Reich gelangt: <em>„der kaiser Constantinus schicket heraus zu künig Pipin sein trefliche potschaft &#8230; mit ainer groszen damals schankung, mit ainer orgel, so vor in Teutschland und Frankreich nie erhört noch gesehen war.“</em> Aachens Kaiserpfalz erhält die erste Orgel unter Ludwig dem Frommen, Sohn Karls des Großen. Bischofskirchen in Westeuropa und schließlich die Klosterkirchen rüsten nach. Damit tritt die Orgel ihren Siegeszug im christlichen Abendland an. Sie wird Sakralinstrument und singt forthin nicht mehr des Kaisers, sondern Gottes Lob.</p>
<h3>Polyphonie und Theatralik</h3>
<p>Ist die Orgel im romanischen Mittelalter noch ein Statussymbol, so wird sie mit Einzug der Gotik in die Kirchen zum Hauptinstrument christlicher Liturgie. Die Heilige Cäcilie, Patronin der Kirchenmusik, spielt jetzt in der christlichen Ikonografie Orgel-Portativ und schützt unter diesem Attribut Organisten wie Orgelbauer vor Unbilden. Die Orgel kennt noch keine Register, Tastaturen oder Manuale, sie ist ein Blockwerk, bei dem man einzelne Töne für den Orgelwind freigibt. In der Renaissance erfährt die Orgel entscheidende Neuerungen: Einzeln wählbare Register und Manualtastaturen revolutionieren die Funktion des Instrumentes. Jetzt erst wird die Orgel zu dem über Tasten spielbaren Musikinstrument, als das wir sie kennen – mit skaliert geordneten, intonierten und gestimmten Pfeifen, durch ein Balg-Gebläse mit Wind versorgt, bei dem das Spiel auf Klaviaturen, Manualen und Pedal Register- und Trakturverbindungen öffnet und über Ventile in der Windlade den Luftstrom so in die angespielten Pfeifen einströmen lässt, dass sie wohltönend erklingen. Jetzt entwickeln sich bei den großen Orgeln erste regional unterschiedliche Orgeltypen sowie Kleinorgeln wie Positiv und Regal. Die Polyphonie der Epoche bringt der Orgel neue Formen: von Toccata, Präludium und Ricercar bis hin zur Tabulatur-Notation. Immer sind die Orgeln Kinder ihrer Zeit und spiegeln den kunst- und kulturhistorischen Diskurs ihrer Entstehung. Nicht nur im Klangverhalten, in Größe, Volumen, Ort, Funktion und Verwendungszweck, sondern auch in der Ästhetik ihrer Gestaltung, die der Kostbarkeit und Wertschätzung der Orgel entspricht und sie in Mittelalter und Renaissance wie einen Flügelaltar in sakral-entrückter Schönheit erscheinen lässt. Im Barock emanzipiert sich die Orgel, löst sich vom reinen Sakralgefüge und macht sich als titanisch monumental-theatrale Raumskulptur selbstständig: Barocke Orgelprospekte mit ihren überbordenden Rocaillen, die als Bild des neuen Klangmediums Himmel und Erde, menschliche und göttliche Sphäre miteinander verschleifen, sind Legende.</p>
<h3>Klangfarbenzauber und Digitalzeitalter</h3>
<p>Das Barockzeitalter bringt den Orgelbau zu ihrem späterhin nur noch variierten Bauideal, zu einer Blüte, die noch heute nicht nur sichtbar ist, sondern hörbar nachhallt. Hochberühmt sind die Buxtehude’sche Klangfülle der hochbarocken Schnitger-Orgeln des norddeutschen Raumes und die komplexe Registrierung der spätbarocken Silbermann-Orgeln Sachsens, auf denen, welch glückliche Fügung des Ortes und der Zeit, ein Johann Sebastian Bach seine begnadete Kunst pflegte. Der Klang lebt vom Wechselspiel der Register, dem ausgeprägten Werkcharakter der Instrumente, bei denen Haupt-, Ober-, Brust-, Pedal- und weitere Werke stets Einheiten bilden – mit allen Möglichkeiten virtuos-konzertanten Orgelspiels, Klarheit der Linien, Intensität der Akkorde und musikalischen Reichtums an Klangfarbenzauber. Das romantische Klangideal schließlich fordert orchestrale Farben und fließende Übergänge und bereichert die Orgel durch Streicherregister und überblasende Flöten, Crescendowalze, Hochdruckregister, Koppeln und die schwebende Voix Angelica, die auch unser Instrument besitzt. Das Schwellwerk ermöglicht erstmals in der Geschichte der Orgel eine stufenlose Dynamik. Berühmte Orgelbauer dieser Zeit sind Cavaillé-Coll, Walcker oder Ladegast. Das neue Klangideal ist so umfassend, dass es den Orgelbau schlussendlich zu globalisieren beginnt. Paradigmenwechsel 20. Jahrhundert: Die Orgel bahnt sich neue Wege in die Lichtspielhäuser und die Konzertsäle der Welt. Für ihre Programme jenseits der bekannten Klangwelten erfindet sie Effektregister, die Geräusche wie Trommeln, Glocken, Klingeln, Telefonläuten oder Donnergrollen simulieren. Parallel jedoch leitet die Orgelbewegung des frühen 20. Jahrhunderts eine Rückbesinnung auf die barocke Orgeltradition ein – mit einer Fülle an Wiederentdeckungen. Das Digitalzeitalter mit seinen elektronischen Revolutionen taktet die Welt neu und beschleunigt die Transgression der Entwicklungen mit Macht. Technische Neuerungen in Pneumatik und Elektrik, moderne Werkstoffe und Fertigungstechniken sprengen Grenzen bei Größe, Präzision und Komfort von Instrumenten und Fernwerken, elektronische Innovationen in Traktur, Registrierung und Anschlagsdynamik schaffen ganz neue Möglichkeiten. Heute geht die Tendenz zur Universalorgel für alle Arten und Stile von Orgelliteratur. Und doch: Wir wollten eine englische Königin – und sind stolz und glücklich, dass sie bei uns Einzug gehalten hat.</p>
<p>Geheime Register und kuriose Klänge</p>
<p>Der Ewigkeit in Zeit und Raum gewidmet, erwartet die Orgel ihr Publikum. Offensichtlich entwickelt sie dabei einen ganz außergewöhnlichen Sinn für Humor. So sind in Wangemanns „Geschichte der Orgelbaukunst“ von 1880 und anderwärts Anekdoten überliefert, die schmunzeln lassen, was eine Orgel neben dem musikalischen Spiel so alles vermag. Insbesondere die verborgenen und kryptischen nichtakustischen Register lassen erahnen, dass die Orgel geradezu ein Eigenleben neben der Musik führe. So sei ein Register „Hummelchen“ dafür vorgesehen, einschlafende Besucher durch lautes Gesumme wieder zu wecken. Ein Register „Fuchsschwanz“ erschrecke vorwitzige Besucher durch einen hervorschnellenden echten Fuchsschwanz, der manchmal gar mit Mehl gepudert sei. Bisweilen gebe es aus Symmetriegründen angebrachte blinde Registerzüge, beschriftet mit Worten wie „Nihil sine me“ (Nichts ohne mich), „Predigtabsteller“, „Noli me tangere“ (Rühr mich nicht an) oder einfach „Schwyger 32’“. Wunderbar auch das so genannte „Rauschregister“, insbesondere in Weingegenden nicht ganz unbekannt. Berühmtes Beispiel: der „Riesling 2fach“, überliefert etwa für Orgeln in Cochem und Lorch. Dessen Betätigung lasse eine Schublade herausfahren, die zwei Flaschen Riesling für den Kundigen berge. In Essenheim räche sich allerdings der Genuss, da dort „Rauschwerk und Vogelschrey“ gekoppelt seien und sich beim Öffnen der Lade mit Essenheimer Wein nebst Glas ein Vogelgezwitscher erhebe, das den Organisten instantan überführe. Von der Firma Eule aber, so die Überlieferung, gebe es eine „Vox inebriata 3f, 40%“, eine „beschwipste Stimme“, bei deren Betätigung ein Fach mit 3 Gläsern und einer Flasche alten Weinbrands zum Vorschein komme. Im Kölner Dom erscheint bei Betätigung des Registers „Loss jonn“ hinter einer Klappe der Kopf eines weiland amtierenden Dompropstes mit Narrenkappe. Orgelbriefmarken, Steiff-Orgelbären mit echter Orgelpfeife und eine Märklin-Sonderedition zum historischen „Orgeltransport Nidaros-Dom“ von 1929 komplettieren das Bild nichtakustischer Kuriosa. Aber auch die Akustik ist bisweilen bemerkenswert. So sind Orgeln in Tropfstein, Marmor, Bambus, Glas und Meißener Porzellan überliefert; in einer österreichischen Blindenpension finde sich eine Walcker-Orgel mit einem ganzen Arsenal außergewöhnlicher Tierstimmen – von der Nachtigall über Kuckuck und Krähe bis hin zu Kuhmuhen und Bärenbrummen. Die Firma Eule schließlich habe eine alpennahe Kirchenorgel eigens mit einem Alphornklang bestückt. Und auch unser Instrument hier in Duisburg verfügt über ein solches Register: die „Vox strigis“, vulgo „Stimme der Eule“ – ein kleines Geheimnis. Die Orgel lotet Grenzen aus: Das menschliche Gehör auf die Probe stellt eine Subkontra-C-Orgelpfeife, die mit ca. 16 Hertz den tiefsten Ton erzeugt, den der Mensch überhaupt wahrnehmen kann. Und eine Halberstädter Aufführung von „Organ2/ASLSP – As slow as possible“ von John Cage soll 639 Jahre dauern – Aufbau der Orgel währenddessen, Tonwechsel ca. jährlich, 1,5 Jahre Pause zu Beginn. Wie war das mit der Ewigkeit?</p>
<h3>Einzug Ihrer Majestät</h3>
<p>Wir aber schätzen uns glücklich, unsere Königin hier und heute und fürderhin zum Klingen zu bringen. Sie ist die Krönung unseres Konzertsaals und ein weiterer guter Grund, hierher zu pilgern, an diesen besonderen Ort, der sich voll und ganz der Musik widmet. Von Hector Berlioz ist ein Wort aus den „Grand Traité d’Instrumentation“ (1844) überliefert: <em>„Die Orgel und das Orchester sind beide Könige; oder vielleicht ist das eine der Kaiser und das andere der Papst.“</em> Wir dürfen uns daran ergötzen, beides zu haben, Kaiser und Papst. In der Kathedrale von Monaco dient ein altes Orgelgehäuse im Chor der Kirche dazu, der Fürstenfamilie bei offiziellen Zeremonien einen Ehrenplatz zu bieten. Bei uns in Duisburg, hier in der Mercatorhalle, wird sich ab sofort die Majestät in ihrem prachtvollen Gehäuse bei allen unseren Konzerten die Ehre geben und uns mit ihrem Glanz umstrahlen. Ein königliches Gefühl.</p>


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		<title>Kultur 2.0 Interview: Dr. Alfred Wendel</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 14:14:14 +0000</pubDate>
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		<title>2. PROMILESEN &#8211; Jonathan Darlington und Dr. Alfred Wendel</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 17:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Müller-Girod</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;It&#8217;s right up my street&#8221;Das 2. Promilesen der Stadtbibliothek Duisburg am Mittwoch, den 18.02.2009 bot Jonathan Darlington und Dr. Alfred Wendel Gelegenheit, ihr Vorlesertalent unter Beweis zu stellen. Das Thema <a href="http://www.dacapo-dp.de/allgemein/22-promilesen-jonathan-darlington-und-dr-alfred-wendel-363.html">[...]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dacapo-dp.de/content/_MG_0604-2.jpg" height="131" width="530" /><br />&#8220;It&#8217;s right up my street&#8221;<br />Das 2. Promilesen der Stadtbibliothek Duisburg am Mittwoch, den 18.02.2009 bot Jonathan Darlington und Dr. Alfred Wendel Gelegenheit, ihr Vorlesertalent unter Beweis zu stellen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung, deren Reinerlös einem guten Zweck zugeführt wurde, lautete zudem &#8220;Humor&#8221;. Und wer jemals ein Silvesterkonzert von uns besucht hat wird wissen, dass Jonathan Darlington durchaus Recht damit hatte als er feststellte: &#8220;It&#8217;s right up my street&#8221;. <br /><span id="more-363"></span><img src="http://www.dacapo-dp.de/content/_Bearbeitet-3.jpg" alt="" width="530" height="369" />Foto:<a title="http://www.flickr.com/photos/philharmoniker/collections/72157611407096616/" href="http://tinyurl.com/78syaq">Christoph Müller-Girod</a>Die Spannung war groß, als der Moderator der ersten Hälfte des Programms, Rainer Zimmermann von Radio Duisburg, zuerst Jonathan Darlington ankündigte. Schließlich hatte unser Dirigent ja am Abend nochmals Beethoven und Strauss beim 7. Philharmonischen Konzert darzubieten &#8211; doch von Anspannung, gar Nervosität &#8211; keine Spur. Seine komplett auf englisch gehaltene Lesung begann mit Roald Dahl, der unter anderem die Vorlage für Tim Burtons &#8220;Charly und die Schokoladenfabrik&#8221; lieferte. Wenn Dahl die Geschichte von Rotkäppchen und dem bösen Wolf erzählt, dann sollte man sich auf einiges gefasst machen &#8211; hier die Pointe zu verraten wäre wirklich viel zu schade. Natürlich folgte dann &#8220;The Owl and the Pussycat&#8221; vom Dichter Lear, der im 19. Jahrhundert durch seine Nonsensegedichte bekannt wurde. Mit entsprechender Mimik und Gestik unterstützt ließ er sich sogar zu einer kleinen Gesangseinlage hinreißen &#8211; der vollbesetzte Saal war hingerissen. Der Radio-Duisburg-Chefredakteur Rainer Zimmermann entlockte dann im Anschluss unserem Intendanten Dr. Alfred Wendel einige Details über die neue, vor kurzem erst angekommene Orgel. Erst im November wird man diese in der Mercatorhalle bewundern können &#8211; bis dahin wird per Projektion bei jedem Konzert ein kleines Stück auf die noch leere Wand in der Halle projeziert.Augenzwinkernd hatte Dr. Alfred Wendel vorher seine Lesung damit eingeleitet, mal ein wenig aus dem Leben eines Musikstars zu plaudern. Wer aber jetzt eine Biographie oder sogar Anekdoten aus dem Nähkästchen erwartete, wurde angenehm enttäuscht: Unser Intendant hatte sich für die Lesung den Roman &#8220;Der Rock&#8217;n Roll König&#8221; herausgesucht. Ein Buch über das Wolfgang Sandern 2003 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung meinte, es sei eine &#8220;skurrile Mischung aus traditioneller Märchenhandlung und moderner Erfolgsstory&#8221;. Dr. Alfred Wendel las die Stelle, an der der Rock&#8217;n Roll König gerade aus dem Gefängnis entlassen auf den großen Popstar Walther von der Vogelweide trifft. Natürlich nicht auf den richtigen Minnesänger, sondern auf eine moderne Version, die alle typischen Merkmale eines arroganten Schnösels aufweist. Was für ein Glück, dass der King so viel Talent hat um mal eben für Vogelweide das Publikum seines Konzertes aufzuwärmen &#8211; denn dieser hat mit der hübschen Bedienung so einige Gläser Schaumweins gelehrt&#8230;Neben unserem Dirigenten und unserem Intendanten waren aber noch eine ganze Reihe anderer Prominente auf der Lesebühne. So u. a. SPD-OB-Kandidat Jürgen C. Brandt, der die Tücken des Überwald-Akzents bei Terry Pratchetts &#8220;Die ganze Wahrheit&#8221; meisterte. Dass auch Fussball Raum für einen Humor der nachdenklichen Sorte lässt, stellte Martina Voss, die Trainerin des FCR Duisburg, unter Beweis. Ebenfalls schlug Alt-OB Jürgen Krings mit Thomas Manns &#8220;Felix Krull&#8221; eher einen ruhigeren und sanft ironischen Ton an. Dr. Stefan Dietzfelbinger, IHK-Hauptgeschäftsführer, hatte sich in den Archiven des Schüttelreimes umgetan, der sich in den 20-ger Jahren des letzten Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute. Wer Robert Gernhardt noch nicht entdeckt haben sollte, der wird spätestens nach der Lesung von Hans-Werner Tomalak auf dem Geschmack gekommen zu sein: &#8220;Das Leonardo-Prinzip&#8221; ließ das Publikum schmunzeln. Der vollbesetzte Saal konnte sich u. a. noch auf den Kabarettisten Kai Magnus Sting freuen, der die zweite Hälfte des Programms moderierte, auf Sascha Devigne, Andrè Maßmann von Studio47 und Olympiasiegerin Gabriele Grillo. Verzichten mussten die Gäste leider auf den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, der zwar angekündigt war aber nicht erschien.Gewonnen hatte aber auf jeden Fall die Stadtbibliothek &#8211; allein 1500 Euro konnten die Prominenten im letzten Jahr für die SchülerCenter sammeln. Diese bieten Internetarbeitsplätze, Datenbanken sowie Lernhilfen als Ergänzung zur  vorhandenen Schulbibliothek bereit. Für eine Spende ab 20,- Euro konnten die diesjährigen Besucher eine Lesaktie erwerben. Angesichts der derzeitigen Weltwirtschaftskrise ist Bildung anscheinend immer noch die beste Anlage&#8230;</p>


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