Best of Saison 2009/2010 | Zweiter Teil

Foto: Christoph Müller-Girod
Im zweiten Teil unsere Rückblicks auf die letzte Saison geht es um Wein, Computerspielmusik, unsere “Artist in Residence” und um gleich zwei Highlights im März…
Im Rausch der Klänge – so ging der November 2009 zu Ende. Musik und Literatur gingen eine sehr atmosphärische Verbindung ein. Für viel Aufmerksamkeit sorgte im Dezember ein Konzert, das Computerspielmusik im klassischem Gewand darbot. Die Werke von Chris Hülsbeck sind jedem, der mit dem C64 aufgewachsen ist, ein Begriff. Symphonic Shades begeisterte unser Publikum jedenfalls restlos – wie man unten sieht.
Wer Jonathan Darlington bei den Neujahrskonzerten als Moderator erlebt hat weiß wie charmant und augenzwinkernd unser GMD sein kann. Das war am 01. Januar 2010 erneut zu erleben. Genau sieben Tage später schlug die Playlist klangvolle Brücken – unsere Musiker und der Chor Yurdun Sesi präsentierten gemeinsam Werke des ungarischen Komponisten Béla Bartok sowie des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun. Das diesmal nicht im Hundertmeister, sondern in der Kirche St. Joseph am Dellplatz. Ein ganz besonderes Erlebnis – vor allem weil das Wetter zu Beginn des Jahres mit jeder Menge Schnee und Eis aufwartete. Im Dezember startete dann die neue Webseite unseres GMDs Jonathan Darlington. Nicht zu vergessen: Der Start des Kulturhauptstadtjahres und des Henze-Projektes – kurz vorgestellt von unserem GMD:
Jonathan Darlington | Henze Project from Christoph Müller-Girod on Vimeo.
Der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV) verlieh dann im Januar den Duisburger Philharmonikern den renommierten Preis für das „Beste Konzertprogramm“ der Saison 2009/2010.Wie die Jury des DMV bekannt gab, empfahl sich das Orchester unter der Leitung von Jonathan Darlington (GMD) und Intendant Dr. Alfred Wendel vor allem durch seine „stilistische und künstlerische Vielfalt des Konzertspielplans ebenso wie durch das Bekenntnis zur musikalischen Moderne und den Mut, das Publikum mit Aufführungen weniger bekannter Orchesterwerke auf Entdeckungsreise zu schicken.“ Was mit dem 4. Philharmonischem Konzert, das im Rahmen des Henze-Projektes stattfand, dann auch gleich klanglich bewiesen werden konnte.
Photo: Christoph Müller-Girod
Photo: Christoph Müller-Girod
Ende Januar folgten dann zwei Konzerte aufeinander, die nicht gegensätzlicher hätten sein können. Davor aber: Jonathan Darlington in einer komplett anderen Rolle – als kongenialer Vorleser beim Promilesen der Stadtbücherei gab es viel Heiteres und etwas Ernstes. Kurz danach dann der Beweis, dass Klassik und Elektro sich durchaus befruchten können. Die Playlist brachte Neues und Ungehörtes, verschmolz Musik und Effekte miteinander: Die “Orange Lounge” beeindruckte. Schnell gewann die “Artist in Residence” in dieser Saison die Herzen der Duisburger – Susanna Yoko Henkel. Besonders im 5. Philharmonischen Konzert brillierte die junge Geigerin – und wenn Sie gerne nochmal das Interview mit ihr nachsehen möchten:
Dr. Alfred Wendel im Gespräch mit der Violinen Virtuosin Geigerin Susanna Yoko Henkel from Christoph Müller-Girod on Vimeo.
Wolfgang Denhoff, unser Solo-Flötist, ließ Sie vor dem 6. Philharmonischem Konzert – mit einer symphonischen Uraufführung und Henze – hier im Blog an seinen Gedanken zum Komponisten und den Werken teilhaben. Es war wirklich eine Reise ins Unbekannte, aber eine Reise, die spannend und aufschlussreich war. Unsere Majesty ließ sich mit der Toccata-Reihe natürlich auch im neuen Jahr hören, doch das zweite JEKI-Event nahm diesmal das Theater in Duisburg in Beschlag. Zwei Konzerte – begeisterte Kinder – definitiv ein Higlight im März. Aber DAS Higlight: Haydns Schöpfung. Roger Zacks, unser Solotrompeter, brachte die klassischen Trompeten für das Stück nah. Erzählte von den ersten Proben mit dem Chor und schilderte seine Eindrücke, als “Die Schöpfung” zum ersten Mal in Gänze geprobt wurde. Das 7. Philharmonische Konzert war dann ein wahres Klangfarbengemälde.
Im dritten und letzten Teil unseres Rückblicks widmen wir uns Blechbläsern, erinnern wir uns an Polyphonie und auch an Beethoven.







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