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	<title>Kommentare zu: 1. PHILHARMONISCHES KONZERT &#124; Verbindungslinien</title>
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	<description>Das Weblog der Duisburger Philharmoniker Information, Musik, Videos und Inhalte mit Leidenschaft.</description>
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		<title>Von: Günter Landsberger</title>
		<link>http://www.dacapo-dp.de/generalmusikdirektor/1-philharmonisches-konzert-verbindungslinien-995.html#comment-320</link>
		<dc:creator>Günter Landsberger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 10:12:10 +0000</pubDate>
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		<description>Vor etwa vier Wochen war ich beim dritten der vier Male dabei, als sich der Salzburger Bachchor unter seinem Dirigenten Alois Glassner - mit &quot;nach und nach vierzig Stimmen zu acht Chören&quot; vereinigt -  einer  mehr und mehr aufhorchenden Zuhörerschaft in der Peterskirche von Salzburg  vorstellte. Und auf dem zehnminütigen Programm stand? - Genau! Thomas Tallis. Und zwar sein Chorwerk, sein Harmoniengeflecht, sein Klanggebäude :&quot;Spem in alium nunquam habui&quot; (&quot;In niemanden sonst setze ich meine Hoffnung&quot;).  
Man sieht, ich ziehe meine ganz persönliche Verbindungslinie zum ersten Werk des Ersten Philharmonischen Konzertes der Duisburger Philharmoniker der neuen Spielzeit. Aber auch ohne sie wäre Vaughn-Williams&#039; Werk gestern sehr gut bei mir angekommen. Wenn auch bestimmt ein wenig anders.
Und auch zum zweiten Werk des Abends fand  ich unschwer einen persönlichen Bezug. Einmal: Die hinlängliche Kenntnis der Violinkonzerte von Schumann, Mendelssohn, Brahms, Dvořák, Bruch, aber auch von Louis Spohr und Joseph Joachim bot mir die (gerne genutzte) Möglichkeit eines Vergleiches mit dem gestern dargebotenen, mir bis dahin noch ganz unbekannten Violinkonzert von Karl Goldmark.  Ob nun mit oder ohne diese Vorkenntnisse werden sich die allermeisten, die dieses Werk gestern hören durften -  zumal in dieser allseitig so überzeugenden Interpretation! - daran erfreut haben. Dessen bin ich mir ganz sicher. Von Goldmarks Werken kannte ich bisher  - vom eigenen Zuhören  her - nur sein Streichquartett op. 8, dessen 2. Satz mich besonders angesprochen hat. Das ROSAMUNDE QUARTETT MÜNCHEN hat auf einer CD des Jahres 1994 die vom Quartettnamen her naheliegende Einspielung des Schubertschen a-Moll-Quartetts op.29, des sogenannten Rosamunde-Quartetts, mutig gekoppelt mit dem heute doch fast unbekannt gewordenen  op. 8 Karl Goldmarks, einem Streichquartett, das - uraufgeführt vom renommierten &quot;Hellmesberger-Quartett&quot; dem jungen Komnisten 1860 den Durchbruch beim Wiener Publikum verschafft hat. Nun, wenn man Goldmark provokant-selbstbewusst mit Schubert koppelt, ist das schon ein Ritterschlag.
Die bei weitem stärkste Verbindungslinie vom gestrigen Konzertabend zum Werdegang meiner musikalischen Geschmacksurteilsbildung jedoch vermag ich vom nach wie vor ganz unvergleichlichen &quot;Sacre du Printemps&quot; Strawinskys her zu ziehen. Als ich dieses Werk in meiner Jugend (mit 17?) zum ersten Mal auf Schallplatten mit Ernest Ansermet und  vor allem mit Ferenc Fricsay und dem RIAS Symphonie-Orchester Berlin hörte, brach dieses Werk und mit ihm die große Musik des 20. (und 21. !)  Jahrhunderts ganz elementar und heiß in mich ein.  Kaum war ich selber - überwältigt! -  gewonnen, gelang das gleiche auch mit meinem Vater, den ich damals - gleich nach meinem ersten Höreindruck - erfolgreich bestürmt habe, das mit ihm etwa gleichaltrige, aber  ihm dennoch noch ganz unbekannte Werk mit mir zusammen endlich anzuhören. 
Gestern habe ich das Werk zum ersten Mal nicht aus der Konserve (Fricsay, Solti, Boulez) gehört, sondern live im Konzertsaal. Ich war in voller Konzentration abermals ganz angetan davon.
Und dennoch würde ich gerne wissen, wie junge Leute, die noch keine klassischen Hörgewohnheiten haben,  heute spontan auf dieses Werk reagieren. Ich rechne ganz fest damit, dass es ihnen ähnlich ergehen müsste wie mir damals - beim ersten Hören.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa vier Wochen war ich beim dritten der vier Male dabei, als sich der Salzburger Bachchor unter seinem Dirigenten Alois Glassner &#8211; mit &#8220;nach und nach vierzig Stimmen zu acht Chören&#8221; vereinigt &#8211;  einer  mehr und mehr aufhorchenden Zuhörerschaft in der Peterskirche von Salzburg  vorstellte. Und auf dem zehnminütigen Programm stand? &#8211; Genau! Thomas Tallis. Und zwar sein Chorwerk, sein Harmoniengeflecht, sein Klanggebäude :&#8221;Spem in alium nunquam habui&#8221; (&#8220;In niemanden sonst setze ich meine Hoffnung&#8221;).<br />
Man sieht, ich ziehe meine ganz persönliche Verbindungslinie zum ersten Werk des Ersten Philharmonischen Konzertes der Duisburger Philharmoniker der neuen Spielzeit. Aber auch ohne sie wäre Vaughn-Williams&#8217; Werk gestern sehr gut bei mir angekommen. Wenn auch bestimmt ein wenig anders.<br />
Und auch zum zweiten Werk des Abends fand  ich unschwer einen persönlichen Bezug. Einmal: Die hinlängliche Kenntnis der Violinkonzerte von Schumann, Mendelssohn, Brahms, Dvořák, Bruch, aber auch von Louis Spohr und Joseph Joachim bot mir die (gerne genutzte) Möglichkeit eines Vergleiches mit dem gestern dargebotenen, mir bis dahin noch ganz unbekannten Violinkonzert von Karl Goldmark.  Ob nun mit oder ohne diese Vorkenntnisse werden sich die allermeisten, die dieses Werk gestern hören durften &#8211;  zumal in dieser allseitig so überzeugenden Interpretation! &#8211; daran erfreut haben. Dessen bin ich mir ganz sicher. Von Goldmarks Werken kannte ich bisher  &#8211; vom eigenen Zuhören  her &#8211; nur sein Streichquartett op. 8, dessen 2. Satz mich besonders angesprochen hat. Das ROSAMUNDE QUARTETT MÜNCHEN hat auf einer CD des Jahres 1994 die vom Quartettnamen her naheliegende Einspielung des Schubertschen a-Moll-Quartetts op.29, des sogenannten Rosamunde-Quartetts, mutig gekoppelt mit dem heute doch fast unbekannt gewordenen  op. 8 Karl Goldmarks, einem Streichquartett, das &#8211; uraufgeführt vom renommierten &#8220;Hellmesberger-Quartett&#8221; dem jungen Komnisten 1860 den Durchbruch beim Wiener Publikum verschafft hat. Nun, wenn man Goldmark provokant-selbstbewusst mit Schubert koppelt, ist das schon ein Ritterschlag.<br />
Die bei weitem stärkste Verbindungslinie vom gestrigen Konzertabend zum Werdegang meiner musikalischen Geschmacksurteilsbildung jedoch vermag ich vom nach wie vor ganz unvergleichlichen &#8220;Sacre du Printemps&#8221; Strawinskys her zu ziehen. Als ich dieses Werk in meiner Jugend (mit 17?) zum ersten Mal auf Schallplatten mit Ernest Ansermet und  vor allem mit Ferenc Fricsay und dem RIAS Symphonie-Orchester Berlin hörte, brach dieses Werk und mit ihm die große Musik des 20. (und 21. !)  Jahrhunderts ganz elementar und heiß in mich ein.  Kaum war ich selber &#8211; überwältigt! &#8211;  gewonnen, gelang das gleiche auch mit meinem Vater, den ich damals &#8211; gleich nach meinem ersten Höreindruck &#8211; erfolgreich bestürmt habe, das mit ihm etwa gleichaltrige, aber  ihm dennoch noch ganz unbekannte Werk mit mir zusammen endlich anzuhören.<br />
Gestern habe ich das Werk zum ersten Mal nicht aus der Konserve (Fricsay, Solti, Boulez) gehört, sondern live im Konzertsaal. Ich war in voller Konzentration abermals ganz angetan davon.<br />
Und dennoch würde ich gerne wissen, wie junge Leute, die noch keine klassischen Hörgewohnheiten haben,  heute spontan auf dieses Werk reagieren. Ich rechne ganz fest damit, dass es ihnen ähnlich ergehen müsste wie mir damals &#8211; beim ersten Hören.</p>
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		<title>Von: 1. PHILHARMONISCHES KONZERT &#124; Verbindungslinien - Beiträge - Community - DerWesten</title>
		<link>http://www.dacapo-dp.de/generalmusikdirektor/1-philharmonisches-konzert-verbindungslinien-995.html#comment-313</link>
		<dc:creator>1. PHILHARMONISCHES KONZERT &#124; Verbindungslinien - Beiträge - Community - DerWesten</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 03:18:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ins Publikum wirft? Wird der oder die Glückliche dann im nächsten Jahr Dirigent oder Dirigentin? zum Artikel...    Diesen Artikel bookmarken?          Bedenklichen Inhalt [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ins Publikum wirft? Wird der oder die Glückliche dann im nächsten Jahr Dirigent oder Dirigentin? zum Artikel&#8230;    Diesen Artikel bookmarken?          Bedenklichen Inhalt [...]</p>
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