24. Mai, 2010

Deutsche Brass Band Meisterschaft | Duisburg im Breitwandsound

Foto: Christoph Müller-Girod

Foto: Christoph Müller-Girod

Enthusiasmus, Charme und vor allem Können – das haben die Brass-Bands gezeigt, die bei uns in der Philharmonie Mercatorhalle vom 21. – 23. Mai zu Gast waren. Bevor es am Sonntag Abend zu den Preisverleihungen kommen konnte, mussten sich die einzelnen Band im Wettbewerb bewähren und das war bei der Konkurrenz nicht so einfach. Begonnen wurde am Samstag mit dem Eröffnungskonzert an dem sich der Entertainment-Wettbewerb anschloss. Hier war das Publikum in Juror-Funktion und konnte über vier Bands abstimmen. Klarer Favorit war dabei die Band A7, die im letzten Jahr schon als erste den Preis gewonnen hatte – auch in diesem Jahr hatte das Publikum sie wieder als Lieblingsfavoriten gewählt. Tanzende Posaunisten und auf den Boden trommelnde Schlagwerker sieht man nun auch nicht alle Tage. Alle Bands bewiesen, dass Blechbläser durchaus spritzig und witzig sein können – ebenso dass man die Instrumente auch hauchzart zu blasen versteht, gehauchte Pianissimos verbindet man ja dann doch eher nicht mit Trompeten, Posaunen, Tuben.

Streng durch einen Vorhand getrennt waren dann am Samstag die Teilnehmer an den deutschen Meisterschaften und die Juroren. Es ist keineswegs üblich dass man einen Wertungscontest im Bereich des Volksmusikerbundes NRW vornimmt. Dass die noch junge Brass-Band-Bewegung, der Volksmusikerbund NRW zählt nur 30 Bands als Mitglieder gegenüber den anderen ca. 760, einen solchen Wettbewerb veranstaltete nötigte dann Respekt ab. Verliehen wurden die Preise im Rahmen des Galakonzertes am Samstag.

Das Konzert wurde von den Duisburger Philharmonikern und der Brass Band Oberösterreich mit dem Starkornettisten Professor Hans Gansch gestaltet. Die Brass Band Oberösterreich begeisterte das Publikum. Ob “Rule Britannia” mit Tangoeinlage oder das extra für das Orchester arrangierte Latinbrass-Medley – unter anderem mit “Dance with me” – brachte Standing Ovations für die Band und zwei Zugaben fürs Publikum ein. Unser Intendant Dr. Alfred Wendel durfte dann die Pokale und die Urkunden an die Preisträger übergeben. Denn der Wettbewerb war für drei Stufen ausgeschrieben, zudem gab es noch Preise für die einzelnen Register – etwa Posaunen, Euphonium, bester Solist. Deutscher Meister in der Höchstufe wurde in diesem Jahr die 3 BA Concert Band und der Publikumspreis ging erneut an die Band A7.

Die genauen Ergebnisse des Wettberbs finden Sie natürlich auf der Webseite des Volksmusikerbunds NRW.


Von Christian Spließ

Kommentare

  1. Registerpreise:In einer Brass Band spielen KEINE Saxophone mit, nein wirklich nicht und es sind auch keine Blechblasinstrumente…

  2. Christian Spließ 26. Mai 2010
    23:40 Uhr

    Hallo Jonas,
    offenbar hat sich da ein kleiner Verhörer eingeschlichen, das kann im Eifer des Gefechts schon mal passieren. Danke für die Korrektur – wir haben den Fehler beseitigt.

9. Philharmonisches Konzert

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