07. Juni, 2009

TOURNEE 2009 | Tagebuch | 07.06.09

INFO-BOX: Alle Informationen zur Tournee 2009 auf einen Blick
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Jonathan Darlington

Christoph Müller-Girod

Litauen hat 121 Regentage im Jahr. Das wir mindestens einen erleben würden, war uns bei der Abreise schon klar. Aber eigentlich gab die Nässe und die Musik der heftig fallendenTropfen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Es gibt nicht viele Städte, die ein solches Wetter mit soviel Würde tragen, ja dadurch eine ganz besondere Note erhalten, die man erlebt haben muss.

LithuRAINia (09:00-15:00 Uhr)Wir hatten für heute ein Foto-Shooting mit Jonathan Darlngton angesetzt und hatten gehofft, dass nicht zu stark die Sonne scheinen würde. Dieser Wunsch wurde über Gebühr erfüllt: Wie Jonathan treffend bemerkte, regente es “Cats and Dogs”. Aber ausgerüstet mit 2 grossen Schirmen und einigen Plastiktüten, machten wir uns auf einen Weg, der nicht nur zu einigen der schönsten Orte in Vilnius führte, sondern auch Hintergründe für einige sehr gute Fotos lieferte.Ich war schon am Morgen auf der Suche nach brauchbaren Shooting Locations gewesen. Normalerweise benötigt man dazu die Hilfe von Einheimischen und mindestens 2 Tage Zeit um eine brauchbare Auswahl zu finden. Aber Vilnius geht geradezu verschwenderisch mit Motiven um. Wir suchten eine Mischung aus alt und neu, aus Klassik und Moderne…aus einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Vision. Es hätte keinen besseren Ort geben können, als Vilnius.Insgesamt suchten wir 5 verschiedene Shooting Locations in 2 Stunden auf, jedesmal gelangen einige aussergewöhnliche Bilder, die immer eine andere Facette Jonathan Darlingtons wiederspiegelten. Ich denke, wir haben einige Fotos gemacht, die einen tiefen Blick in das Denken und die Seele eines grossen Dirigenten erlauben. Christoph strahlte danach nur noch aus den Tiefen seiner Regenjacke und vergaß sogar ab und an, dass einige Tropfen seine geliebte Spiegelreflexkamera streiften. Und an Jonathan ergeht ein besonderes “Dankeschön!” für seine Geduld und die Begeisterung bei strömenden Regen, die er für das Shooting aufbrachte!Einige der Fotos wird Christoph schnell bearbeiten und dann in dacapo veröffentlichen. Der Rest ist für das neue Dirigenten-Blog…aber mehr wird nicht verraten ; ).Kaffeepause (15:00-17:00 Uhr)Danach gingen Christoph und ich in eines der vielen Cafes in Vilnius. Das hatte 2 Gründe: der Kaffee- und Kohlenhydrat-Level war während des Foto-Shootings bedrohlich gegen Null gegangen und wir waren nass wie Seehunde. Es gibt eine Reihe sehr traditioneller Cafes mit aussergewöhnlichen Schokolade- und Kuchenspezialitäten in Vilnius (davon kann bestimmt Friedemann Pardall mir noch was erzählen : )), die aber leider, nach unseren Erfahrungen, kein WLAN haben. Und da wir unser Büro immer dabei haben, dieses aber dringend zur optimalen Funktionalität diesen Web-Zugang benötigt, suchen wir uns während eines Auftrags immer die Lokalitäten heraus, die die richtige Mischung der benötigten Zutaten Speise, Trank, Internet und Inspiration bieten.Unsere Wahl fiel auf ein Cafe, dass eine Wok-Küche gleich nebenan und WLAN-Ausschlag bis zum Anschlag hatte, sowie den Duft von kräftigem, italienisch erstelltem Kaffee auf hypnotische Weise verströmte. Zudem bot es noch die richtige Mischung Musik, die das Lächeln im Gesicht von Christoph noch eine Spur breiter werden lies. Wir ließen uns nieder, orderten diverse Grundnahrungsmittel (Kaffee, Kuchen, Kekse) und breiteten uns über 2 Tische mit unserer Ausrüstung aus. Kameras wurden mit Macs verbunden, Macs mit Internet und schon konnte es losgehen. Die freundlich-fragenden Blicke beantworteten wir mit freundlich-beruhigenden der Marke “Die wollen nur spielen!” und das schien auch zu genügen. Also begannen wir Filme zu schneiden, Fotos herunterzuladen, Kaffe zu trinken, Fotos zu bearbeiten, Texte zu schreiben, beides hochzuladen, Kekse zu knabbern, Emails zu beantworten, Anrufe zu tätigen, Kuchen zu geniessen, SMS zu schreiben, ab und an besonders harmlos die Nachbarn anzulächeln und weiteren hervorragenden Kaffee zu bestellen.Die Arbeit ging flott von der Hand und beinahe hätten wir verpasst, dass ja noch ein wichtiges Konzert bervorsteht! Schnell packten wir alles zusammen und rannten zum nahegelegenen Kongresszentrum, in dem das grandiose Abschlusskonzert der Tournee stattfinden wird…Burg Trakai (10:00-17:00)Apropo Konzert: Was machen eigentlich unsere MusikerInnen den ganzen Tag? Sie nutzten die Gelegenheit und begaben sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit Litauens. Nicht weit von Vilnius entfernt liegt die Burg Trakai, die eine grosse Vergangenheit hat, die sich Stein für Stein noch heute nachvollziehen lässt. Da wir nicht mitkommen konnten, hat Fagottist Laszlo Kerekez seine Fotos des Besuchs zur Verfügung gestellt.

…und was diese besondere junge Frau mit den perfekten Arbeitsbedingungen des WebTeams in Vilnius zu tun hat und wie der Abend weiterging, dass erzählen wir später.

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Logo: Susanne Hayduk

Von Webteam

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