2.Profile-Konzert | The Sound of the Trumpet

Der Händel-Arie aus dem Messias war das Motto des 2. Profile-Konzertes entnommen: “The Sound of the Trumpet”. Dass diese dann auch erschallte, dafür sorgten Roger Zacks als Solist zusammen mit Kathleen Szalay als Sopranistin, Sebastian Klein als Bassist und das gesamte Ensemble. Weiter zur Diashow…
Strahlende Trompetenklänge
Der Schwerpunkt des Konzerts lag dabei eindeutig auf Stücken aus dem Barock: Telemann, Bach, Tartini, Torelli und Händel waren zu hören. Doch mit John Peaslees “Nightsongs” präsentierte man auch ein Stück aus dem eher moderneren Repertoire. Als Zugabe wurde das Zwischenspiel aus der Cavalleria Rusticana gegeben bevor man gemeinsam mit dem Publikum “Es ist ein Ros entsprungen” sang. Roger ZKathacks führte als launiger Conferencier durch das Konzert und vermittelte auf amüsante Weise Einblicke in die Geschichte der Werke oder erklärte plastisch worum es in der Arie “Ondeggiata, agitato il pensiero” ging. Dieses Stück, in dem es ein Zwiegespräch mit der herausragenden Sopranistin Kathleen Szalay gab, war der Höhepunkt des ersten Teils des Programms. Zuvor erklang das Konzert für Trompete und Orchester in D-Dur TWV 51:D7. Telemann, Zeitgenosse von Bach, erlebte am Ende seines Lebens noch die Anfange der sogenannten Wiener Klassik mit. Während Bach gemeinhin immer etwas Ernstes anhaftet, versteht es Telemann auch die leichtere Seite des Barocks zu zeigen. Wobei, wie Roger Zacks augenzwinkernd anmerkte, Telemann das Konzert wohl nur geschrieben habe um zu hören ob der Solist auch die hohen Töne treffen würde. Was Zacks natürlich bravourös tat. Kathleen Szalay war in der ersten Hälfte noch mit einer der schönsten Arien aus Händles Oratorium “Samson” zu hören: “Let the bright Seraphim” ist die Anrufung Delilas, Samson erneut seine Stärke zurückzugeben. (Samson ist der Prophet, dessen Stärke in den Haaren lag und dem es Ende dann trotz kurzer Haare noch gelang, den Tempel der Philister zum Einsturz zu bringen.)
Fotos: Christoph Müller-Girod
Den ersten Teil des Konzerts beendete ein Arrangement von Giuseppe Tartinis Violinkonzert D-Dur in der Fassung für Trompete und Streichorchester. Die Satzfolge “Schnell – langsam – schnell” ist dabei recht typisch für die Barockzeit, setzte sich aber erst in der späteren Zeit durch. So gibt es von Telemann etwas Sonaten für zwei Flöten, in denen die Satzfolge noch “langsam – schnell – langsam” ist.
Bei Giuseppe Torelli, einem Komponisten aus Verona, ist wohl noch so manches spannende Werk zu entdecken. Denn ein Großteil seiner Werke erschien nicht im Druck. Mit der Sinfonia in D-Dur begann der zweite Teil des Profile-Konzerts. Während die deutsche Übersetzung von Händels Arie eine Posaune erwähnt, ist bei “The trumpet shall sound” natürlich ein Trompete zu hören. Mit gutem Grund: Hier bezieht sich Händel nämlich auf eine Textstelle des Paulus, in dem die Auferstehung der Toten mit der Trompete angekündigt wird. Sebastian Klein sang diese Bassarie. Mit “Großer Herr, o starker König” aus der ersten Kantate des Weihnachtsoratoriums von Bach erstrahlte Kleins Bass. Den zweiten Teil beendeten dann die “Night Songs” von Richard Peaslee, mit denen das Ensemble den Sprung in die Gegenwart unternahm. Das Stück, dessen Tonalität manchmal haarscharf an der Atonalität vorbeiging, ist besser geeignet für italienische, warme Nächte. Und endlich kam auch mal die Harfe zum Einsatz.Eine besondere Überraschung: Das eigentlich für Orgel gedacht Choralvorspiel zu “Es ist ein Ros entsprungen” erklang in einer Bearbeitung für Streicher und Trompete von Roger Zacks. Normalerweise bereitet ein Choralvorspiel auf das Stück so vor, dass es zumindest Teile der Melodie erkennen lässt. Brahms aber scheint bei seinem Stück eher von einer gewissen Stimmung ausgegangen zu sein – doch wer genauer hinhörte, konnte zumindest Anklänge an die Melodie erkennen. Mit den ersten zwei Strophen des Liedes klang das sehr gelungene Konzert aus.duisburger philharmoniker






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