03. März, 2010

6. Philharmonisches Konzert | Reise ins Unbekannte


Foto: Christoph Müller-Girod

Foto: Christoph Müller-Girod

Im kommenden 6. Philharmonischen Konzert wird es klanglich wieder sehr interessant. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung des Werkes „Seines Inneren Wilnis” Symphonie für Mezzosopran und Orchester nach Texten aus den  „Duineser Elegien” von Reiner Maria Rilke des 1980 in Duisburg geborenen Komponisten Hauke Jasper Berheide.

Umrahmt wird dieses Werk von zwei Kompositionen Hans Werner Henzes: das Doppelkonzert für Oboe, Harfe und Streicher von 1960 sowie die Suite „Fünf Botschaften für die Königin von Saba” aus der Oper L’Uppupa und der Triumph der Sohnesliebe” . Diese beiden Werke setzen das “Henze-Projekt” im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010 fort. Am Anfang erklingt von Robert Schumann noch das selten zu hörende Orchesterwerk Ouvertüre, Scherzo und Finale E-dur op. 52. Dirigent ist der aus Berlin stammende André de Ridder, ein Spezialist für moderne Musik und Chefdirigent der britischen Sinfonia VIVA. Solistin bei der Uraufführung ist die von der Rheinoper bekannte Mezzosopranistin Annette Seiltgen. Gemeinsam mit der Mezzospranstimme und den vielfältigen Klangmöglichkeiten des groß besetzten Sinfonieorchesters (z.B. mit Alt,- und Bassquerflöte) und viel Schlagwerk ergeben sich immer wieder interessante Klangfarben so z.B. am Anfang wenn die Holzbläser vom Komponisten vorgeschriebene Knackfrösche (hier jedoch vom Komponisten besorgte Knackenten) nach genauem Rythmus spielen! Es wird also wieder spannend in diesem Konzert! Auch bei Henze gibt es besondere Klangfarben im Orchester: Sopran,- und Tenorsaxophon haben exponierte Stellen in den „Fünf Botschaften” oder drei Piccolo Flöten sowie Röhrenglocken. Im Doppelkonzert nutzt Henze dann die Klangmöglichkeiten der Streicher sowie der beiden Soloinstrumente Oboe und Harfe aus. Solisten hier die jungen Musiker Pavel Sokolov an der Oboe und Teresa Zimmermann an der Harfe. Bei soviel Moderne ist natürlich bei allen Musikern sehr viel Konzentration und Geduld bei den Proben erforderlich. Ich jedenfalls freue mich auf diese spannende Musik und wünsche mir von den Konzertbesuchern, sich auf diese ungewohnte Musik einzulassen und sich mit uns auf die Reise ins Unbekannte der Musikliteratur zu begeben! Viel Vergnügen!

Autor: Wolfgang Denhoff


Von Christoph Müller-Girod

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