30. April, 2009

Parsifal


Bild: Hans Werner Schmidt- Parsifal vor der Gralsburg
5,5 Stunden Aufführung + Dirigent + Sänger + Chor + Orchester = Wagners Parsifal.
Laszlo Kerekes, Fagottist der Duisburger Philharmoniker und Mitinitiator der “Philharmonie 2.0″, erlebte eine aussergewöhnliche Produktion unter der musikalischen Leitung von John Fiore:
Eine schöne Zeit geht zu Ende – wir erleben gerade die letzte Saison bei der Deutschen Oper am Rhein mit dem Opernchef John Fiore. Aktuell gab es somit die letzte Aufführung von Wagners Parsifal mit ihm. Eine der schönsten Opern der Musikgeschichte hat er wieder besonders einfühlsam dirigiert. Das Stück ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Allein die Länge von 5,5 Stunden ist für Dirigenten, Sänger, Chor und Orchester eine große Herausforderung in Bezug auf körperliche Kondition und Konzentrationsfähigkeit.Was noch dazu kam, was Publikum und Orchester erst bei der Ansage zur Vorstellung erfahren haben: die drei Hauptrollen der Oper waren kurzfristig erkrankt. Normalerweise ist es schon eine riesige Aufgabe, Ersatz zu finden, wenn ein Sänger/ eine Sängerin ausfällt. Man hat es geschafft, kurzfristig für alle 3 Rollen glänzenden Ersatz für den Abend zu engagieren.Unter der Führung von Fiore verschmolzen die Sänger und das Orchester trotz aller Schwierigkeiten zu einer Einheit. Das zum Teil von weit her angereiste Publikum belohnte die erstklassige Leistung des Ensembles abschließend mit langanhaltendem, tobenden Applaus. Wir Musiker werden uns an diese außergewöhnliche Vorstellung noch gerne und lange erinnern.

Von Christoph Müller-Girod

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