ORGEL | Ihre Majestät zieht ein – Teil 3
INFO-BOX: Alle Informationen zur neuen Orgel der Duisburger Philharmoniker auf einen Blick
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Foto: Christoph Müller-Girod
Die neue Orgel in Duisburg hat zumindest vom Klang her britische Wurzeln. Was eine Town Hall Orgel ist sowie Informationen über den neuen Organisten bei den Philharmonikern finden Sie im dritten und letzten Teil der Reihe
Foto: Christoph Müller-GirodVom Klang her steht sie in einer altehrwürdigen britischen Orgeltradition. Der der Town Hall Orgel nämlich. Doch etwas unterscheidet die neue Orgel dann doch von ihren Verwandten auf der britischen Insel: Die Größe. Auf dem Kontinent existiert keine Town Hall Orgel in dieser Größe. Dies macht die Orgel für die Philharmoniker schon einzigartig. Warum man sich für diese Art der Orgel entschieden hat erklärt sich darin, dass das neue Instrument eben nicht als rein sakrales Instrument gedacht ist. Der äußerst vielfarbige Registerklang ermöglicht ein breites Einsatzgebiet – vom Jazz bis zur Moderne. Es ist ein weicher Klangtypus. Runder. Voller. Günstiger geeignet für die melodischen Gestaltung als das Klangbild der französischen Orgel. Die traditionelle Orgelliteratur aller Stilepochen kann auf solch einer Orgel zum Klingen gebracht werden. Mehrere Reisen nach England haben die Orgelbauer der Firma Hermann Eule unternommen um sich den typischen Klang einer Town Hall Orgel anzuhören.A propos Hören: Am 12.11.2008 um 16:00 Uhr waren die ersten Töne der neuen Orgel zu vernehmen. Marcus Strümpe, der neue Organist und langjähriger Leiter des Philharmonischen Chors Duisburgs. E. V. hatte die Ehre ein Register in Bautzen anspielen zu dürfen. Der 1967 in Herborn im Westerwald geborene Organist ist den Kirchgängern der Salvatorkirche kein Unbekannter. Seit dem 16.04.2007 hat er dort das Organistenamt inne. Davor war er zehn Jahre lang Leiter der Paulus-Kantorei Duisburg-Hochfeld: 1994 bis 2004. Seine Ausbildung absolvierte er 1988 in der Folkwang-Schule in Essen im Fach Evangelische Kirchenmusik. Später, 1993, kam das A-Examen dazu und es folgte ein Orgel-Aufbaustudium bei Professor Christoph Bossert an der Musikhochschule Trossingen.Vier Manuale und 61 Register wird Marcus Strümpe ab November zu bedienen haben. Eine Herausforderung die der ausgezeichnete Organist, der im Silvesterkonzert 2008 in der Salvatorhalle unter anderem mit Charles Ives begeistern konnte, garantiert meistern wird. Sicherlich wird es Marcus Strümpe als eingefleischtem Wagner-Fan freuen, dass beim Einweihungskonzert am 14.11. eine Bearbeitung der Ouvertüre zur Oper “Rienzi” erklingen wird. Er selbst wird allerdings erst einen Tag später beim Tag der Offenen Tür in der Mercator-Halle zu hören sein. Das Motto dieses Tages lautet “Orgel für alle”. Ein treffendes Motto für die Zukunft.






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