30. November, 2008

PINA BAUSCH | Musikpreis | Live

INFO-BOX: Musikpreis für Pina Bausch
| Beiträge | Fotos |

Pina Bausch erhält den Musikpreis der Stadt Duisburg 2008.

Wir sind live dabei! Bei uns sehen Sie erste Fotos der Preisverleihung live aus dem Lehmbruck Museum in Duisburg. Weiter zu den Fotos…

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Dies sind die ersten Bilder, live aus dem Lehmbruck Museum via UMTS. Bitte klicken Sie die Fotos zur Vergrösserung an. Wir stellen heute noch ein Fotoalbum mit gewohnt hochwertigen Bildern zusammen.

Pressetext der Stadt Duisburg:

Der Musikpreis der Stadt Duisburg
Pina Bausch: „Mich interessiert nicht, wie die Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt.“ In diesem Satz verdichtet sich das künstlerische Credo der Choreographin Pina Bausch. Ihr Tanztheater ist ein Spiegel der menschlichen Seelenlandschaft, die es in starke, erschütternde, oft auch erschreckende Bilder fasst. Kindheitserinnerungen, Verletzungen, Spannungen zwischen den Geschlechtern – all das ist Gegenstand ihrer ebenso präzise beobachtenden wie mitfühlend kommentierenden Tanzsprache.

Pina Bausch ist ein Kind des Bergischen Landes. Sie stammt aus Solingen und studierte an der Essener Folkwang Hochschule bei dem legendären Tanzerneuerer Kurt Jooss, dessen Nachfolgerin sie später wurde. 1973 übernahm Pina Bausch das Ballett der Wuppertaler Bühnen, das sie unverzüglich in ein modernes und viel diskutiertes Tanztheater-Ensemble umwandelte. Der offene Widerstand, der ihren revolutionären Konzepten in den ersten Jahren entgegenschlug, ist seit langem verstummt. Mit einer konstanten Auslastung von annähernd 100 Prozent zählt das Wuppertaler Tanztheater zu den international erfolgreichsten Compagnien des modernen Tanzes. Tourneen rund um den Erdball haben diesen Rang immer wieder bestätigt. Pina Bausch hat die Tanzwelt verändert, und sie tut es nach wie vor mit ihren Stücken, die – so die Choreographin selbst – „nicht von vorne nach hinten, sondern von innen nach außen“ entwickelt werden. Dabei wird sie von einem über die Jahre gewachsenen Ensemble unterstützt, in dem Persönlichkeit und Ausdruckskraft mehr gelten als athletisches Geschick, ein Ensemble, in dem Tänzerinnen und Tänzer ihre künstlerische Erfahrung auch über die gnadenlose Altersschwelle der klassischen Ballettszene hinaus einsetzen können.

Der Duisburger Musikpreis wurde erstmals 1990 verliehen. Er gilt herausragenden Leistungen im Bereich der Musik und des Musiktheaters. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 EUR bringt die Köhler-Osbahr-Stiftung ein. In den vergangenen Jahren wurden bedeutende Komponisten wie Wolfgang Rihm, Hans Werner Henze, Krzysztof Penderecki, Gerhard Stäbler und Tan Dun ausgezeichnet. Auch große Interpreten wie Lord Yehudi Menuhin, Frank Peter Zimmermann, Michael Gielen und – im vergangenen Jahr – Dietrich Fischer-Dieskau zählen zu den Preisträgern, ebenso die Opernregisseure Kurt Horres und Christof Loy sowie der Choreograph Hans van Manen. Mit Alt-Oberbürgermeister Josef Krings und Anne Liese Henle wurden außerdem Personen geehrt, die sich in besonderer Weise um das Duisburger Musikleben verdient gemacht haben.

duisburger philharmoniker pina bausch

 

Von Christoph Müller-Girod
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