13. August, 2008

Mi 27. / Do 28. Mai 2009, 20.00 Uhr

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

12. Philharmonisches Konzert

Jonathan Darlington Dirigent

Richard Wagner
„Der Ring ohne Worte“
Orchestermusik aus „Der Ring des Nibelungen“
in der Bearbeitung von Friedmann Dreßler

Mi 27. / Do 28. Mai 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Vier Opern in zwei Stunden

Mit dem Rheinland hatte er nicht viel im Sinn, der geborene Sachse und Wahl-Oberfranke Richard Wagner. Und als ihm der berühmte, aus fernsten Zeiten herauftönende Urlaut des „Rheingold“- Vorspiels einfiel, da hat er auch keineswegs an der Uferpromenade in Duisburg, Köln oder Mainz gestanden. Wagners Rhein ist ein mythischer Fluss, den man nirgends verorten kann, so wie auch die Zeit in der „Ring“-Tetralogie mythisch und geschichtslos ist. Messbar ist einzig die Zeit, die für den Theaterbesucher vergeht, bis am Ende die Rheintöchter das Gold in Händen halten, das Alberich ihnen am Anfang gestohlen hat. In vierzehn langen Stunden lauscht man den Schmiedehämmern der Nibelungen, man verfolgt Wotans trickreiches Spiel mit der Tarnkappe und erlebt den Einzug der Götter in die Burg Walhall. Man durchleidet das Schicksal des Geschwisterpaares Siegmund und Sieglinde, man erlegt mit Siegfried den Drachen und vernimmt schließlich die ergreifende Klage Brünnhildes um den toten Helden.

Diese vier Abende im Zeichen des hochdramatischen Gesangs sind fraglos gut investiert. Aber hin und wieder darf es auch mal ein bisschen schneller gehen. Tatsächlich lässt sich die verzweigte Handlung auch ohne Gesang ganz gut erzählen – und in weniger als zwei Stunden. Denn das Drama spielt sich nicht nur oben auf der Bühne ab, sondern auch unten im Orchestergraben, wo Wagner mit seiner ausgefuchsten Leitmotivtechnik Personen, Motive und Handlungsstränge verknüpft. Mehrfach haben sich Dirigenten und Arrangeure daran gemacht, aus Wagners „Ring“ ein sinfonisches Konzentrat zu ziehen, einen „Ring ohne Worte“. Zu ihnen gesellt sich nun auch Friedmann Dreßler, stellvertretender Solocellist der Duisburger Philharmoniker, der seinen Kollegen schon früher mit tonsetzerischem Geschick manches Kabinettstückchen in die Finger komponiert hat.

Jonathan Darlington Dirigent

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

12. Philharmonisches Konzert

Jonathan Darlington Dirigent

Richard Wagner
„Der Ring ohne Worte“
Orchestermusik aus „Der Ring des Nibelungen“
in der Bearbeitung von Friedmann Dreßler

Mi 27. / Do 28. Mai 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Vier Opern in zwei Stunden

Mit dem Rheinland hatte er nicht viel im Sinn, der geborene Sachse und Wahl-Oberfranke Richard Wagner. Und als ihm der berühmte, aus fernsten Zeiten herauftönende Urlaut des „Rheingold“- Vorspiels einfiel, da hat er auch keineswegs an der Uferpromenade in Duisburg, Köln oder Mainz gestanden. Wagners Rhein ist ein mythischer Fluss, den man nirgends verorten kann, so wie auch die Zeit in der „Ring“-Tetralogie mythisch und geschichtslos ist. Messbar ist einzig die Zeit, die für den Theaterbesucher vergeht, bis am Ende die Rheintöchter das Gold in Händen halten, das Alberich ihnen am Anfang gestohlen hat. In vierzehn langen Stunden lauscht man den Schmiedehämmern der Nibelungen, man verfolgt Wotans trickreiches Spiel mit der Tarnkappe und erlebt den Einzug der Götter in die Burg Walhall. Man durchleidet das Schicksal des Geschwisterpaares Siegmund und Sieglinde, man erlegt mit Siegfried den Drachen und vernimmt schließlich die ergreifende Klage Brünnhildes um den toten Helden.

Diese vier Abende im Zeichen des hochdramatischen Gesangs sind fraglos gut investiert. Aber hin und wieder darf es auch mal ein bisschen schneller gehen. Tatsächlich lässt sich die verzweigte Handlung auch ohne Gesang ganz gut erzählen – und in weniger als zwei Stunden. Denn das Drama spielt sich nicht nur oben auf der Bühne ab, sondern auch unten im Orchestergraben, wo Wagner mit seiner ausgefuchsten Leitmotivtechnik Personen, Motive und Handlungsstränge verknüpft. Mehrfach haben sich Dirigenten und Arrangeure daran gemacht, aus Wagners „Ring“ ein sinfonisches Konzentrat zu ziehen, einen „Ring ohne Worte“. Zu ihnen gesellt sich nun auch Friedmann Dreßler, stellvertretender Solocellist der Duisburger Philharmoniker, der seinen Kollegen schon früher mit tonsetzerischem Geschick manches Kabinettstückchen in die Finger komponiert hat.

Jonathan Darlington Dirigent

Von Christoph Müller-Girod
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9. Philharmonisches Konzert

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