13. August, 2008

Mi 06. / Do 07. Mai 2009, 20.00 Uhr

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

11. Philharmonisches Konzert

Karen Kamensek Dirigentin

Igor Strawinsky
Divertimento aus dem Ballett „Der Kuss der Fee”
Aaron Copland
„Appalachian Spring”
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 „Winterträume”

Mi 06. / Do 07. Mai 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Väterchen Frost und der amerikanische Frühling

Igor Strawinsky war zeitlebens ein großer Bewunderer Peter Tschaikowskys. Er schätzte die technische Meisterschaft, die Eleganz der thematischen Erfindung und den harmonischen Reichtum in Tschaikowskys Musik außerordentlich hoch. Und er ließ sich nicht, wie so viele andere, durch den emotionalen Überdruck und die zuweilen etwas salonhafte Geste in Tschaikowskys Musik täuschen. Mehrfach griff Strawinsky in seinen Werken auf Vorlagen des großen Kollegen zurück, so auch in seinem Ballett „Der Kuss der Fee“, das er 1928 zu Tschaikowskys 35. Todestag schrieb. Dessen Lieder und Klavierstücke sind hier in freier Adaption zu einer irrealen, winterlichen Liebesgeschichte nach Andersens Märchen „Die Eisprinzessin“ verbunden. Von Eis und Schnee erzählt Tschaikowsky selbst in seiner ersten Sinfonie, der er den Namen „Winterträume“ gab. Es ist nicht schwer, im sanft-elegischen Kopfsatz weite verschneite Ebenen zu sehen – oder im brillant orchestrierten Scherzo Väterchen Frost klirren zu hören. Wichtiger ist allerdings, dass dem 26jährigen Debütanten hier ein ausgereiftes und formal gerundetes Meisterwerk gelang, zu dem er sich auch in späteren Jahren noch bekannte.

Der texanische Maestro John Axelrod, derzeit Chefdirigent in Luzern, hält bei seinem Duisburger Gastspiel aber nicht nur Musik der glitzernden kalten Pracht bereit. Mit Aaron Coplands Ballettmusik „Appalachian Spring“ lässt er den Frühling in den Appalachen einziehen, dem waldreichen Hochgebirge im Osten der USA. Hier bereiten sich Braut und Bräutigam auf ihre Hochzeit vor, hier beziehen sie am Ende ihr gemeinsames Heim. Mit diesem durch und durch amerikanischen Hymnus auf das einfache Leben, 1944 im Auftrag der amerikanischen Choreographin Martha Graham komponiert, gelang Copland ein Welterfolg.


John Axelrod Dirigent

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

11. Philharmonisches Konzert

Karen Kamensek Dirigentin

Igor Strawinsky
Divertimento aus dem Ballett „Der Kuss der Fee”
Aaron Copland
„Appalachian Spring”
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 „Winterträume”

Mi 06. / Do 07. Mai 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Väterchen Frost und der amerikanische Frühling

Igor Strawinsky war zeitlebens ein großer Bewunderer Peter Tschaikowskys. Er schätzte die technische Meisterschaft, die Eleganz der thematischen Erfindung und den harmonischen Reichtum in Tschaikowskys Musik außerordentlich hoch. Und er ließ sich nicht, wie so viele andere, durch den emotionalen Überdruck und die zuweilen etwas salonhafte Geste in Tschaikowskys Musik täuschen. Mehrfach griff Strawinsky in seinen Werken auf Vorlagen des großen Kollegen zurück, so auch in seinem Ballett „Der Kuss der Fee“, das er 1928 zu Tschaikowskys 35. Todestag schrieb. Dessen Lieder und Klavierstücke sind hier in freier Adaption zu einer irrealen, winterlichen Liebesgeschichte nach Andersens Märchen „Die Eisprinzessin“ verbunden. Von Eis und Schnee erzählt Tschaikowsky selbst in seiner ersten Sinfonie, der er den Namen „Winterträume“ gab. Es ist nicht schwer, im sanft-elegischen Kopfsatz weite verschneite Ebenen zu sehen – oder im brillant orchestrierten Scherzo Väterchen Frost klirren zu hören. Wichtiger ist allerdings, dass dem 26jährigen Debütanten hier ein ausgereiftes und formal gerundetes Meisterwerk gelang, zu dem er sich auch in späteren Jahren noch bekannte.

Der texanische Maestro John Axelrod, derzeit Chefdirigent in Luzern, hält bei seinem Duisburger Gastspiel aber nicht nur Musik der glitzernden kalten Pracht bereit. Mit Aaron Coplands Ballettmusik „Appalachian Spring“ lässt er den Frühling in den Appalachen einziehen, dem waldreichen Hochgebirge im Osten der USA. Hier bereiten sich Braut und Bräutigam auf ihre Hochzeit vor, hier beziehen sie am Ende ihr gemeinsames Heim. Mit diesem durch und durch amerikanischen Hymnus auf das einfache Leben, 1944 im Auftrag der amerikanischen Choreographin Martha Graham komponiert, gelang Copland ein Welterfolg.


John Axelrod Dirigent

Von Christoph Müller-Girod
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