13. August, 2008

Mi 22. / Do 23. April 2009, 20.00 Uhr

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

10. Philharmonisches Konzert

Alexander Joel Dirigent
Julian Jia Klavier
Förderpreisträger des Landes NRW

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Mi 22. / Do 23. April 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Ein Besuch in Bayreuth

Frau Cosima war wenig erbaut über den derben, schwitzenden Mann, der da an einem heißen Sommertag des Jahres 1873 an die Pforte ihrer Bayreuther Wohnstatt klopfte. Im breiten österreichischen Tonfall stellte sich der Mann als Anton Bruckner, Komponist, Organist und Professor am Wiener Konservatorium vor, der dem hoch verehrten Meister Richard Wagner seine Aufwartung machen wolle. Wagner erkannte in dem seltsamen, von bizarren Ticks verfolgten Komponisten sofort das Genie und gewährte ihm nach ein paar guten bayerischen Bieren die Gunst, eine seiner Sinfonien zur Widmung anzunehmen. Am nächsten Tag waren sich allerdings beide nicht mehr ganz sicher, welche es sein sollte. Man entschied sich für die dritte, in der Bruckner dem Meister auch mit einer Reihe von Zitaten die Reverenz erwies. Die hat er zwar später wieder getilgt, trotzdem geriet das Werk bei seiner Wiener Uraufführung 1877 in die Mühlen der Auseinandersetzung zwischen ‚Konservativen’ und ‚Neudeutschen’.

Da verstand es Wolfgang Amadeus Mozart doch deutlich besser, den Musikgeschmack der verwöhnten Wiener zu treffen. „Brillant – angenehm in die Ohren – natürlich, ohne in das Leere zu fallen“, so hatte er schon seine frühen Klavierkonzerte angelegt. Die späten Beiträge zu dieser Gattung sind in der reichen thematischen Arbeit und dem differenzierten Orchestersatz den großen Sinfonien durchaus ebenbürtig. Den Solopart in Mozarts letztem Klavierkonzert aus dem Todesjahr 1791 gestaltet der hoch begabte 17jährige Chinese Julian Jia, der als Student der Düsseldorfer Musikhochschule 2007 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde. Die Leitung hat Alexander Joel, ehemaliger Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein, der in der vergangenen Spielzeit als Generalmusikdirektor ans Staatstheater Braunschweig berufen wurde.



Alexander Joel Dirigent

Julian Jia Klavier

PhilKon10

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

 

10. Philharmonisches Konzert

Alexander Joel Dirigent
Julian Jia Klavier
Förderpreisträger des Landes NRW

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Mi 22. / Do 23. April 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

 

Ein Besuch in Bayreuth

Frau Cosima war wenig erbaut über den derben, schwitzenden Mann, der da an einem heißen Sommertag des Jahres 1873 an die Pforte ihrer Bayreuther Wohnstatt klopfte. Im breiten österreichischen Tonfall stellte sich der Mann als Anton Bruckner, Komponist, Organist und Professor am Wiener Konservatorium vor, der dem hoch verehrten Meister Richard Wagner seine Aufwartung machen wolle. Wagner erkannte in dem seltsamen, von bizarren Ticks verfolgten Komponisten sofort das Genie und gewährte ihm nach ein paar guten bayerischen Bieren die Gunst, eine seiner Sinfonien zur Widmung anzunehmen. Am nächsten Tag waren sich allerdings beide nicht mehr ganz sicher, welche es sein sollte. Man entschied sich für die dritte, in der Bruckner dem Meister auch mit einer Reihe von Zitaten die Reverenz erwies. Die hat er zwar später wieder getilgt, trotzdem geriet das Werk bei seiner Wiener Uraufführung 1877 in die Mühlen der Auseinandersetzung zwischen ‚Konservativen’ und ‚Neudeutschen’.

Da verstand es Wolfgang Amadeus Mozart doch deutlich besser, den Musikgeschmack der verwöhnten Wiener zu treffen. „Brillant – angenehm in die Ohren – natürlich, ohne in das Leere zu fallen“, so hatte er schon seine frühen Klavierkonzerte angelegt. Die späten Beiträge zu dieser Gattung sind in der reichen thematischen Arbeit und dem differenzierten Orchestersatz den großen Sinfonien durchaus ebenbürtig. Den Solopart in Mozarts letztem Klavierkonzert aus dem Todesjahr 1791 gestaltet der hoch begabte 17jährige Chinese Julian Jia, der als Student der Düsseldorfer Musikhochschule 2007 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde. Die Leitung hat Alexander Joel, ehemaliger Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein, der in der vergangenen Spielzeit als Generalmusikdirektor ans Staatstheater Braunschweig berufen wurde.



Alexander Joel Dirigent

Julian Jia Klavier

PhilKon10

Von Christoph Müller-Girod
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9. Philharmonisches Konzert

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