13. August, 2008

Mi 11. / Do 12. März 2009, 20.00 Uhr

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
 

8. Philharmonisches Konzert

Jonathan Darlington Dirigent
Kolja Blacher Violine

Vincent d’Indy
„Jour d’été à la montagne“
Ahmed Adnan Saygun
Sinfonie Nr. 5 op. 70
Béla Bartók
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

Mi 11. / Do 12. März 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Ein Türke in Paris

Nach Gründung der türkischen Republik im Jahre 1921 setzte deren Vorkämpfer und erster Staatspräsident Mustafa Kemal Atatürk den Umbau des alten osmanischen Reichs in ein modernes demokratisches Staatswesen mit großer Konsequenz durch. Auch das Kultur- und Bildungssystem wurde mit Blick auf westeuropäische Standards neu organisiert. So baute etwa Paul Hindemith in den Jahren 1935-37 im Auftrag des türkischen Erziehungsministeriums in Ankara eine bedeutende Musikhochschule auf. Für den 1907 in Izmir geborenen Komponisten Ahmed Adnan Saygun kam diese Initiative indes zu spät: Er hatte seine musikalische Ausbildung bereits in den Jahren 1928-31 an der Pariser Schola Cantorum bei Vincent d’Indy erhalten, wurde dann aber selbst 1936 als Lehrer an die neu gegründete Hochschule in Ankara berufen. Im gleichen Jahr brach Saygun mit seinem Freund Béla Bartók zu einer großen Anatolienreise auf, die der Erforschung der authentischen türkischen Volksmusik galt.In ihrem aufschlussreichen Konzertprogramm gehen Jonathan Darlington und die Duisburger Philharmoniker diesen wenig bekannten Verbindungslinien nach. Sayguns fünfte Sinfonie aus dem Jahre 1985 verweist in ihrer hoch entwickelten Polyphonie und dichten orchestralen Textur ebenso auf Bartók wie auf d’Indy, dessen atmosphärisches Stimmungsbild „Sommertag im Gebirge“ (1905) gleichfalls noch zu entdecken ist. Bartóks zweites Violinkonzert entstand 1939 gewissermaßen am Vorabend des zweiten Weltkriegs, der den Komponisten entwurzeln und ins amerikanische Exil treiben sollte. Die berühmte Variationenfolge des Mittelsatzes ist ein erschütterndes Dokument persönlicher Trauer und zugleich ein letztes leidenschaftliches Aufflammen romantischer Expressivität. Solist ist der in Hamburg lehrende Meistergeiger Kolja Blacher, der sich vielfach um die Musik der Moderne verdient gemacht hat. 
Mit freundlicher Unterstützung von Altana



Kolja Blacher Violine

Jonathan Darlington Dirigent
 

Foto aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
 

8. Philharmonisches Konzert

Jonathan Darlington Dirigent
Kolja Blacher Violine

Vincent d’Indy
„Jour d’été à la montagne“
Ahmed Adnan Saygun
Sinfonie Nr. 5 op. 70
Béla Bartók
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

Mi 11. / Do 12. März 2009, 20.00 Uhr
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais

Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €,
ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €

Ein Türke in Paris

Nach Gründung der türkischen Republik im Jahre 1921 setzte deren Vorkämpfer und erster Staatspräsident Mustafa Kemal Atatürk den Umbau des alten osmanischen Reichs in ein modernes demokratisches Staatswesen mit großer Konsequenz durch. Auch das Kultur- und Bildungssystem wurde mit Blick auf westeuropäische Standards neu organisiert. So baute etwa Paul Hindemith in den Jahren 1935-37 im Auftrag des türkischen Erziehungsministeriums in Ankara eine bedeutende Musikhochschule auf. Für den 1907 in Izmir geborenen Komponisten Ahmed Adnan Saygun kam diese Initiative indes zu spät: Er hatte seine musikalische Ausbildung bereits in den Jahren 1928-31 an der Pariser Schola Cantorum bei Vincent d’Indy erhalten, wurde dann aber selbst 1936 als Lehrer an die neu gegründete Hochschule in Ankara berufen. Im gleichen Jahr brach Saygun mit seinem Freund Béla Bartók zu einer großen Anatolienreise auf, die der Erforschung der authentischen türkischen Volksmusik galt.In ihrem aufschlussreichen Konzertprogramm gehen Jonathan Darlington und die Duisburger Philharmoniker diesen wenig bekannten Verbindungslinien nach. Sayguns fünfte Sinfonie aus dem Jahre 1985 verweist in ihrer hoch entwickelten Polyphonie und dichten orchestralen Textur ebenso auf Bartók wie auf d’Indy, dessen atmosphärisches Stimmungsbild „Sommertag im Gebirge“ (1905) gleichfalls noch zu entdecken ist. Bartóks zweites Violinkonzert entstand 1939 gewissermaßen am Vorabend des zweiten Weltkriegs, der den Komponisten entwurzeln und ins amerikanische Exil treiben sollte. Die berühmte Variationenfolge des Mittelsatzes ist ein erschütterndes Dokument persönlicher Trauer und zugleich ein letztes leidenschaftliches Aufflammen romantischer Expressivität. Solist ist der in Hamburg lehrende Meistergeiger Kolja Blacher, der sich vielfach um die Musik der Moderne verdient gemacht hat. 
Mit freundlicher Unterstützung von Altana



Kolja Blacher Violine

Jonathan Darlington Dirigent
 
Von Christoph Müller-Girod
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9. Philharmonisches Konzert

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