13. August, 2008
Mi 14. / Do 15. Januar 2009, 20.00 Uhr

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
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6. Philharmonisches Konzert
Jonathan Darlington Dirigent Evgeni Koroliov Klavier - Artist in Residence -
Benjamin Britten Suite aus der Oper „Gloriana” op. 53a Joseph Haydn Sinfonie B-Dur Hob. I:85 „La Reine“ Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Mi 14. / Do 15. Januar 2009, 20.00 Uhr Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €, ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €
Musik für gekrönte Häupter
Am 2. Juni 1953 wurde Elizabeth II. in der Londoner Westminster Abbey zur britischen Königin gekrönt. Wenige Tage später erlebte Londons ehrwürdiges Opernhaus Covent Garden die Uraufführung von Benjamin Brittens Krönungsoper „Gloriana“, eine subtile Beziehungsstudie über die unglückliche Liebe zwischen Elizabeth I. und dem Earl of Essex. Das hochwohlgeborene Premierenpublikum hatte vermutlich ein üppiges Spektakel mit Pracht und Pomp erwartet und war daher entschieden „not amused“. Später destillierte Britten aus der Opernpartitur eine brillante Orchestersuite, die auf raffinierte Weise seinen Personalstil mit Musik der Tudor-Epoche vermählt.Auch die Geschichte der Sinfonie Nr. 85 von Joseph Haydn ist mit einem gekrönten Haupt verknüpft: Angeblich soll das Werk, das der Komponist 1786 im Auftrag einer Pariser Musikgesellschaft schrieb, den besonderen Beifall der Königin Marie-Antoinette gefunden haben. Wenn das zutrifft, dann dürfte es vor allem an der eingängigen Melodie des zweiten Satzes gelegen haben, die Haydn einem französischen Volkslied entlehnte. Der Titel „La Reine“ („Die Königin“) geht freilich nicht auf Haydn selbst zurück; er entsprach einfach dem Bedürfnis der Epoche, die abstrakte Instrumentalmusik bildhaft anschaulich zu machen. Ebenso wenig hatte Beethoven die Absicht, im Mittelsatz seines vierten Klavierkonzerts den Streit des mythischen Sängers Orpheus mit den Furien abzubilden – dieses fraglos schöne poetische Bild hat Robert Schumann in das berühmte Stück hineingelesen. Überhaupt war das 1806 fertig gestellte Konzert ein Lieblingswerk der Romantiker, die in seinen lyrischen und idyllischen Zügen ihr Ideal einer naturhaften Stimmungskunst vorgeprägt fanden. Der äußerst subtile und klanglich reich schattierte Klavierpart ist bei Evgeni Koroliov, dem „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker, in besten Händen.
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Evgeni Koroliov Klavier |
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Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
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6. Philharmonisches Konzert
Jonathan Darlington Dirigent Evgeni Koroliov Klavier - Artist in Residence -
Benjamin Britten Suite aus der Oper „Gloriana” op. 53a Joseph Haydn Sinfonie B-Dur Hob. I:85 „La Reine“ Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Mi 14. / Do 15. Januar 2009, 20.00 Uhr Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €, ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €
Musik für gekrönte Häupter
Am 2. Juni 1953 wurde Elizabeth II. in der Londoner Westminster Abbey zur britischen Königin gekrönt. Wenige Tage später erlebte Londons ehrwürdiges Opernhaus Covent Garden die Uraufführung von Benjamin Brittens Krönungsoper „Gloriana“, eine subtile Beziehungsstudie über die unglückliche Liebe zwischen Elizabeth I. und dem Earl of Essex. Das hochwohlgeborene Premierenpublikum hatte vermutlich ein üppiges Spektakel mit Pracht und Pomp erwartet und war daher entschieden „not amused“. Später destillierte Britten aus der Opernpartitur eine brillante Orchestersuite, die auf raffinierte Weise seinen Personalstil mit Musik der Tudor-Epoche vermählt.Auch die Geschichte der Sinfonie Nr. 85 von Joseph Haydn ist mit einem gekrönten Haupt verknüpft: Angeblich soll das Werk, das der Komponist 1786 im Auftrag einer Pariser Musikgesellschaft schrieb, den besonderen Beifall der Königin Marie-Antoinette gefunden haben. Wenn das zutrifft, dann dürfte es vor allem an der eingängigen Melodie des zweiten Satzes gelegen haben, die Haydn einem französischen Volkslied entlehnte. Der Titel „La Reine“ („Die Königin“) geht freilich nicht auf Haydn selbst zurück; er entsprach einfach dem Bedürfnis der Epoche, die abstrakte Instrumentalmusik bildhaft anschaulich zu machen. Ebenso wenig hatte Beethoven die Absicht, im Mittelsatz seines vierten Klavierkonzerts den Streit des mythischen Sängers Orpheus mit den Furien abzubilden – dieses fraglos schöne poetische Bild hat Robert Schumann in das berühmte Stück hineingelesen. Überhaupt war das 1806 fertig gestellte Konzert ein Lieblingswerk der Romantiker, die in seinen lyrischen und idyllischen Zügen ihr Ideal einer naturhaften Stimmungskunst vorgeprägt fanden. Der äußerst subtile und klanglich reich schattierte Klavierpart ist bei Evgeni Koroliov, dem „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker, in besten Händen.
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Evgeni Koroliov Klavier |
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Von Christoph Müller-Girod
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