13. August, 2008
Mi 26. / Do 27. November 2008, 20.00 Uhr

Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
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5. Philharmonisches Konzert
Marcus R. Bosch Dirigent Antonio Meneses Violoncello
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob. VIIb:5 Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Mi 26. / Do 27. November 2008, 20.00 Uhr Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €, ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €
Das Portrait des Diktators
Es ist schon eine reichlich verworrene Angelegenheit mit Joseph Haydns Cellokonzerten! Ursprünglich hat man ihm ganze neun Werke dieses Genres zugeschrieben, aber nur bei zweien davon gilt Haydns Autorschaft heute als zweifelsfrei gesichert. Möglicherweise, so sinniert die Forschung seit vielen Jahren, stammt auch das C-Dur-Konzert Hob. VIIb:5 nicht von Haydn, sondern von jenem obskuren Carl Popper, der es im Jahre 1899 an die Öffentlichkeit brachte. Aber selbst wenn es so wäre – warum sollte man dieses zumindest im Geist ganz klassische und melodisch höchst attraktive Konzert nicht aufführen? Jener leichte Kitzel des Anrüchigen, der von jeher die großen Fälschungen der Kunstgeschichte begleitet, hat schließlich den Genuss noch nie beeinträchtigt! Und ganz gleich, ob echt oder falsch – mit dem großen brasilianischen Cellisten Antonio Meneses, der auch die Duisburger Masterclass 2008 leitet, ist für eine noble und inspirierte Wiedergabe garantiert. Von unbezweifelbarer Authentizität – wenn auch in einem ganz anderen Sinne – ist Dmitri Schostakowitschs zehnte Sinfonie aus dem Jahre 1953, mit der sich der ungemein erfolgreiche junge Aachener Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch in Duisburg vorstellt. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hatte Schostakowitsch keine Sinfonie mehr in Angriff genommen; erst der Tod Josef Stalins im März 1953 löste ihm die Feder. Schostakowitsch rechnet in diesem monumentalen Werk mit einer ganzen Epoche ab, und zugleich auch mit ihrem wichtigsten Repräsentanten: Im zweiten Satz der Sinfonie hat der Komponist laut eigener Aussage ein Portrait Josef Stalins gezeichnet. Tatsächlich kann man dieses nachtschwarze, von destruktiven Energien durchwühlte Scherzo auch nach mehr als fünfzig Jahren nicht ohne größte Beklemmung hören. Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung
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Marcus R. Bosch Dirigent |
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Antonio Meneses Violoncello |
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Fotos aus der Reihe LICHTSPUREN von Egbert Zinner
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5. Philharmonisches Konzert
Marcus R. Bosch Dirigent Antonio Meneses Violoncello
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob. VIIb:5 Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Mi 26. / Do 27. November 2008, 20.00 Uhr Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €, ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €
Das Portrait des Diktators
Es ist schon eine reichlich verworrene Angelegenheit mit Joseph Haydns Cellokonzerten! Ursprünglich hat man ihm ganze neun Werke dieses Genres zugeschrieben, aber nur bei zweien davon gilt Haydns Autorschaft heute als zweifelsfrei gesichert. Möglicherweise, so sinniert die Forschung seit vielen Jahren, stammt auch das C-Dur-Konzert Hob. VIIb:5 nicht von Haydn, sondern von jenem obskuren Carl Popper, der es im Jahre 1899 an die Öffentlichkeit brachte. Aber selbst wenn es so wäre – warum sollte man dieses zumindest im Geist ganz klassische und melodisch höchst attraktive Konzert nicht aufführen? Jener leichte Kitzel des Anrüchigen, der von jeher die großen Fälschungen der Kunstgeschichte begleitet, hat schließlich den Genuss noch nie beeinträchtigt! Und ganz gleich, ob echt oder falsch – mit dem großen brasilianischen Cellisten Antonio Meneses, der auch die Duisburger Masterclass 2008 leitet, ist für eine noble und inspirierte Wiedergabe garantiert. Von unbezweifelbarer Authentizität – wenn auch in einem ganz anderen Sinne – ist Dmitri Schostakowitschs zehnte Sinfonie aus dem Jahre 1953, mit der sich der ungemein erfolgreiche junge Aachener Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch in Duisburg vorstellt. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hatte Schostakowitsch keine Sinfonie mehr in Angriff genommen; erst der Tod Josef Stalins im März 1953 löste ihm die Feder. Schostakowitsch rechnet in diesem monumentalen Werk mit einer ganzen Epoche ab, und zugleich auch mit ihrem wichtigsten Repräsentanten: Im zweiten Satz der Sinfonie hat der Komponist laut eigener Aussage ein Portrait Josef Stalins gezeichnet. Tatsächlich kann man dieses nachtschwarze, von destruktiven Energien durchwühlte Scherzo auch nach mehr als fünfzig Jahren nicht ohne größte Beklemmung hören. Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung
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Marcus R. Bosch Dirigent |
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Antonio Meneses Violoncello |
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Von Christoph Müller-Girod
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