Jahresrückblick 2010 | Januar bis Juni
Das Jahr 2010 wird den Duisburger Philharmonikern in besonderer Erinnerung verbleiben. Schließlich war Duisburg in diesem Jahr Hafen der Kulturhauptstadt und mit dieser Ehre waren ungewöhnliche und aufregende Projekte verbunden.
Doch neben der Kulturhauptstadt brachte das Jahr auch etliche Uraufführungen für die Stadt, den Köhler-Osbahr-Preis für Klasse.Klassik und nicht zu vergessen bezaubernd-schöne Orchestermomente.
Schon am 13. und 14. Januar begann mit dem 4. Philharmonischen Konzert ein Projekt der Kulturhauptstadt 2010: Das Henze-Projekt. Die Musik für eine neue Metropole begann in Duisburg mit der Aufführung der Bassariden-Suite, zusammen mit Mendelssohns “Reformationssinfonie” und Brahms Violinkonzert. Mit auf der Bühne als Solistin: Die junge Geigerin Isabelle Faust. Die Solistin stand Dr. Alfred Wendel in einem Interview Rede und Antwort – so erfuhr man unter anderem wie sie an ihr jetziges Instrument gekommen war. Als Einstimmung hatte Jonathan Darlington einige “Quick Words” vorbreitet, in denen er in das Henze-Projekt einführte. Und im Rahmen des 4. Philharmonischen Konzertes bekamen die Duisburger Philharmoniker die Auszeichnung für das „Beste Konzertprogramm“ der Saison 2009/2010 durch den Deutschen Musikverleger-Verband e.V. (DMV) verliehen. Für “Toccata I” stellte Markus Strümpe dann in einem typisch englischem Konzertprogramm Her Majesty vor, die neue Orgel in der Philharmonie Mercatorhalle. Aufschlussreich: Der anschließende Diavortrag, der einen Blick hinter die Kulissen des Orgelbaus gab. Der Januar ging mit einem besonderem Ereignis zu Ende: Jonathan Darlington las für einen guten Zweck beim Promilesen der Stadtbücherei vor.
Das 5. Philharmonische Konzert stand dann im Februar ganz im Zeichen des Hafens der Kulturhauptstadt: Dem Meer wurde mit seinen vielfältigen Aspekten Tribut gezollt. Debussy, Britten und Tschaikowsky standen auf dem Konzertprogramm. Was diese drei Komponisten miteinander verband erfuhr man durch die Quick Words von Jonathan Darlington.
Ein Spezial-Konzert im wahrsten Sinne war dann die Orange Lounge mit Kai Schuhmacher, bei der Genregrenzen gekonnt überwunden wurden.
Die damalige “Artist in Residence”-Künstlerin Susanna Yoko Henkel gelang es rasch einen eigenen Duisburger Fankreis zu bilden. Wer sich das Interview mit ihr zum 5. Philharmonischem Konzert anschaut kann erahnen, warum sie die Herzen der Klassik-Fans in Duisburg bezauberte.
Im März wurde das Henze-Projekt weiter fortgesetzt und im Rahmen des 6. Philharmonischen Konzerts stand eine Uraufführung an: “Seines Inneren Wildnis” von Hauke Jasper Berheide nach Texten aus den Duineser Elegien Rilkes. Wolfgang Denhoff, Soloflötist, notierte im Blog seine Gedanken zum Programm. Rasch ausverkauft waren die Karten für die Aufführung der Symphonie der Tausend, die erst später im Jahr in der Kraftzentrale des Landschaftsparks stattfinden sollte. Ein Gänsehautprogramm bot das 7. Philharmonische Konzert: Joseph Haydns “Schöpfung”. Hier gab es eine Familienzusammenführung der besonderen Art, denn Jonathan Darlington arbeitete seit längere Zeit wieder mit seinem Bruder Stephen Darlington zusammen. Roger Zacks, der Solotrompeter der Duisburger Philharmoniker, begleitete im Blog die Proben dieser Familienzusammenführung.
Brassed Off hieß es dann im April: Die deutsche Meisterschaft der Brass Bands war zu Gast in Duisburg. Susanna Yoko Henkel bezauberte im 4. Kammerkonzert mit Beethoven und seinen Erben und das neue Play!-Programm der nächsten Saison wurde vorgestellt.
Clemens Berg war im Mai mit dem Klavierkonzert von Alfred Schnittke zu Gast im 9. Philharmonischen Konzert. Kurz danach endete nach drei Jahren das POLYPHONIE-Projekt mit einem beeindruckendem Konzert in der Philharmonie Mercatorhalle, ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010. Am Ende des Monats war das Orchester dann Open-Air auf der Mühlenweide in Ruhrort zu hören. “Südwärts!” hieß das Programm, Joaquin Clerc und Sofia Aliberti boten ein sommerliches Programm, das perfekt zum warmen Maiabend passte.
Das Hilliard-Ensemble eröffnete den Juni mit einer Aufführung von Wolfgang Rihms “ET LUX”. Von der Moderne ging es dann zurück in die Klassik mit dem Programm des 10. Philharmonischen Konzerts, bei dem eine selten aufgeführte Sinfonie von Johann Wilhelm Wilms zu hören war. Friedemann Pardall, Solocellist der Duisburger Symphoniker, führte im Blog in dieses Konzert ein. Die Uraufführung des Films “JEKI – Ein Jahr mit vier Tönen”, der auch Szenen aus dem ersten JEKI-Konzert in der Philharmonie Mercatorhalle mit den Duisburger Philharmonikern dokumentierte, war ebenfalls ein Highlight im Juni.
Unbestritten ein Höhepunkt des Kulturhaupstadtjahres 2010: ISing! Der Day of Song versammelte Tausende von Duisburgern vor das Theater und verwandelte die Stadt in eine Gesangsmetropole.
Währenddessen waren unsere Musiker zu Gast in Montepulciano, die Ergebnisse des Barock-Workshops waren dann im Dezember in Duisburg zu hören. Zum Schluss des Monats Juni gab es zum 11. Philharmonischen Konzert besondere Quick Words von Jonathan Darlington zur “Sea Symphonie” von Vaughn Williams. Schließlich erlebt man Jonathan Darlington nicht alle Tage am Flügel…
Im zweiten Teil des Jahresrückblicks erinnern wir uns ans Traumzeit-Festival und die Okeaniden und feiern mit den Städtepartnern Duisburgs.











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