30. Oktober, 2009

Huckingen: Die Leichtigkeit der Musik

Foto: Christoph Müller-Girod

Foto: Christoph Müller-Girod

Etwas zusammenrücken mussten die Musiker der Duisburger Philharmoniker in Duisburg-Huckingen schon. Die Orcherwarte hatten den Bühnenunterbau noch um ein paar Podien zu erweitern. Das Licht an einem defekten Scheinwerfer wurde noch schnell repariert, aber mit dem Eintreffen von Dirigent und Taktstock gewann die spielerische Leichtigkeit auf allen Seiten die Oberhand bzw. die Bühne. Die Sorge, es könnte vom Raum her ein Konzerterlebnis wie im TAM werden verflog bei den ersten Tönen der Morgenstimmung von Edward Grieg im Nu. Die Vertrautheit des Orchesters, mit ihrem absolut präsenten Solisten Jens Thoben und dessen Leichtigkeit auf diesem Boden, nahmen mich als Zuhörerin mit auf eine Reise, die inspirierte. Als Konzertgast konnte ich mich mitgetragen fühlen von der Leichtigkeit des klanglichen Ausdrucks bei Carl Maria von Webers erstem Klarinettenkonzert. Der eigene Atem fügte sich stellenweise einfach mit ein.

Zu den Klängen von Tschaikowsky Musik zu Schwanensee entwickelte sich ein kleiner Ballettzauber inmitten des weiträumigen Holzdeckengewölbes am Spielort, so kam ich ins Träumen … Die Moldau von Bedrich Smetana ließ die innigsten Regungen von Zartheit, Wachstum, Dramatik und Abschied bei mir entstehen, ohne mich mit der Wirklichkeit zu schrecken. Ein Abend der die Freude an klassischer Musik mal wieder weckte und mich selber innerlich wiederklingend beschwingt nach Hause fahren ließ. Ein Danke an alle Mitwirkenden vor, hinter und auf der Bühne.

Maria Denhoff

Von Webteam

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