07. Dezember, 2008

Googles digitales Sinfonieorchester

Das klassische Musik auch anders geht, zeigt das neue ehrgeizige Projekt von Google. Ein digitales Orchester spielt eine Internetsinfonie. Die am 19. April live in der Carnegie Hall in New York gespielt werden soll. Der Clue an der Sache: Tatsächlich jeder kann mitmachen und teil des Orchesters werden.

Das Google mit Projekten zu beeindrucken weiß, ist der Internetgemeinde nicht verborgen geblieben, dass aber auch die klassische Musik die Möglichkeit einer Fortentwicklung genießt und dem technischen Zeitalter nicht verschlossen bleibt, zeigt auch alleine schon dieses Blog.
Das YouTube Sinfonieorchester dürfte allerdings noch wesentlich beeindruckender sein. Denn die Idee ist, dass Musiker aus allen Teilen der Welt sich vor ihren Computer setzen und mit ihr Können unter Beweis stellen können. Dabei ist die musikalische Ausrichtung egal. Unkonventionelle Musiker können mit ebenso unkonventionellen Instrumenten ebenso daran teilnehmen wie die Musiker mit klassischer Ausbildung und klassischen Orchesterinstrumenten. Zur Verfügung gestellt werden die Noten und weitere Materialien, die Aufnahme wird dann bei YouTube eingereicht und kommt in den Auswahlprozess.

Dieser läuft in zwei Stufen, zuerst wird von einer Jury aus professionellen Musikern ausgewählt, unter anderem Berliner Philharmoniker und London Symphony Orchestra, danach werden per Userabstimmung aus den verbliebenen Kandidaten die Gewinner ermittelt. Diese spielen dann als Höhepunkt am 15. April die Sinfonie live unter Leitung von Michael Tilson Thomas in der Carnegie Hall im Rahmen eines dreitägigen Gipfels der klassischen Musik mit vielen Musikgrößen.
Gespielt wird eine eigens für diesen Anlass vom Dirigenten und Komponisten Tan Dun geschriebene Sinfonie, die 1. Internetsinfonie “Eroica”. Diese wird es in der Folge auch online geben, denn die Aufzeichnungen der einzelnen Musiker werden in einem einzelnen Video zusammengeschnitten.

Das Projekt ist wohl die erste Kollaboration über das Internet in diesem Maßstab und dürfte nicht nur für Spannung sorgen, denn es ist eine völlig neue Art klassische Musik zu präsentieren und in die Öffentlichkeit zu tragen. Unterstützt wird das Projekt dabei von einer Vielzahl großer Namen aus der klassischen Musik, darunter der Komponist der Sinfonie <a href =”http://de.wikipedia.org/wiki/Tan_Dun”>Tan Dun (bekam neben anderem auch den Musikpreis der Stadt Duisburg im Jahr 2005), der Dirigent und mehrfacher Grammy-Preisträger <a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tilson_Thomas”>Michael Tilson Thomas</a>. die <a href=”http://www.berliner-philharmoniker.de/”>Berliner Philharmoniker</a>, die <a href=”http://www.bamberger-symphoniker.de/”>Bamberger Symphoniker</a>, das <a href=”http://lso.co.uk/”>London Symphony Orchestra</a>, Pianist <a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Lang_Lang”>Lang Lang</a>, die <a href=”http://www.carnegiehall.org/”>Carnegie Hall</a>.

Mehr Informationen und Videos von den Machern finden sich in vielen Sprachen unter <a href=”http://de.youtube.com/sinfonieorchester”>http://de.youtube.com/sinfonieorchester</a>

Von Christoph Müller-Girod
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