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	<title>Kommentare zu: 8. PHIL. KONZERT &#124; Diashow</title>
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	<description>Das Weblog der Duisburger Philharmoniker Information, Musik, Videos und Inhalte mit Leidenschaft.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 16 Sep 2011 17:15:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Webmaster</title>
		<link>http://www.dacapo-dp.de/allgemein/8-philharmonische-konzert-391.html#comment-199</link>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 10:26:31 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr Landsberger,

vielen Dank für Ihr Fazit!

Für diese sehr ungewöhnliche bis teilweise unbekannte Zusammenstellung war das ein aussergewöhnlicher Abend. Bevor ich die 1. Probe hörte, stand ich recht unbedarft vor diesen Werken. Jetzt aber hoffe ich, dass ich gleiches bis ähnliches noch einmal zu hören bekomme. Gerade Saygun hat mich sehr beeindruckt.

Hoffentlich treffen wir uns bald einmal wieder in der Philharmonie.

Viele Grüsse,
Frank Tentler</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Landsberger,</p>
<p>vielen Dank für Ihr Fazit!</p>
<p>Für diese sehr ungewöhnliche bis teilweise unbekannte Zusammenstellung war das ein aussergewöhnlicher Abend. Bevor ich die 1. Probe hörte, stand ich recht unbedarft vor diesen Werken. Jetzt aber hoffe ich, dass ich gleiches bis ähnliches noch einmal zu hören bekomme. Gerade Saygun hat mich sehr beeindruckt.</p>
<p>Hoffentlich treffen wir uns bald einmal wieder in der Philharmonie.</p>
<p>Viele Grüsse,<br />
Frank Tentler</p>
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		<title>Von: Günter Landsberger</title>
		<link>http://www.dacapo-dp.de/allgemein/8-philharmonische-konzert-391.html#comment-198</link>
		<dc:creator>Günter Landsberger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 10:53:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">#comment-198</guid>
		<description>Eine Binsenweisheit vorweg: Alle drei Werke des gestrigen Konzertabends wurden so mustergültig aufgeführt, dass man sich durchweg höchst zuverlässig in diese drei Musiken mit biographisch interessant vernetztem Hintergrund hineinversetzt fand.
Ein bisschen auf  d&#039;Indy wollte ich mich schon im Voraus einstimmen und so hörte ich mir daheim auf einer CD das 1. und das 2. Streichquartett d&#039;Indys in der Wiedergabe des Budapester (!) Kodály Quartetts an. Als ich nun aber im Konzert selber den Beginn der d&#039;Indyschen Sommertagsmusik hörte, fühlte ich mich sofort an die grandiose „Steppenskizze aus Mittelasien“ (1880) erinnert und empfand mich sogleich in einer ganz anderen Welt als in der der beiden Streichquartette. Weil ich einmal irgendwo gelesen habe, dass in der „Steppenskizze“ Alexander Borodins (1833 – 1887) gleich zu Beginn das Flirren der Sonnenhitze überzeugend eingefangen worden sei, hörte ich das - durch meine Voreinstellung - bei d&#039;Indy gleichsam zwangsläufig mit, war aber zugleich darauf gespannt, welchen Verlauf die Musik (abgesehen von der spürbar längeren Zeitdauer dieses Anfangs bei d&#039;Indy) nun abweichend von Borodin wohl nehmen würde. Der an Naturstimmen erinnernde, zunächst vereinzelt durchbrechende Einsatz von Bläserstimmen gab mir dann die Antwort. Wagner- und Debussy- An- und Vorklänge glaubte ich im weiteren Verlauf der Musik dann auch zu hören. Streckenweise schien mir die Komposition unnötig gedehnt. Im Mittelteil war ich zudem mit der das Triviale streifenden Melodik und der mangelnden Inspririertheit eines bestimmten länger durchgehaltenen Motivs nicht ganz zufrieden; hier war spürbar, dass es zu den wahrhaft großen Komponisten  bei d&#039;Indy wohl doch einen Unterschied gibt. (Es sei denn, dass Triviale würde parodistisch behandelt, wie z. B. in Bartóks „Konzert für Orchester“, oder gezielt versprengt eingesetzt, wie in Mahlers Symphonien.)  Fazit: Es war gut, dieses Stück mal kennengelernt zu haben; die Klangmischungen waren interessant; aber mein Verlangen, es mir noch einmal anzuhören, ist begrenzt. Ganz im Unterschied zur 5. Symphonie von Saygun. Dichte, Komplexität, Differenziertheit und klanglicher Einfallsreichtum (ohne Gesuchtheit!) haben mich da künstlerisch voll überzeugt. Und so ist mein Interesse für diesen Komponisten weiterwirkend geweckt worden. Als nächstes interessieren mich jetzt seine Klavierkonzerte.
Das Bartóksche 2. Violinkonzert lag und liegt mir in zwei exzellenten CD-Aufnahmen vor: In der 10 Jahre alten Aufnahme mit Gil Shaham und dem Chicago Symphony Orchestra unter Pierre Boulez und in der keineswegs schlechteren, 42 Jahre älteren Aufnahme mit dem heute vor 10 Jahren verstorbenen Geiger Yehudi Menuhin und dem Minneapolis Symphony Orchestra unter Antal Dorati. Die Darbietung in Duisburg nun mit Kolja Blacher brauchte sich hinter diesen beiden Referenzaufnahmen ganz und gar nicht zu verstecken. Ihre direkte, packende Präsenz tat das Ihre.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Binsenweisheit vorweg: Alle drei Werke des gestrigen Konzertabends wurden so mustergültig aufgeführt, dass man sich durchweg höchst zuverlässig in diese drei Musiken mit biographisch interessant vernetztem Hintergrund hineinversetzt fand.<br />
Ein bisschen auf  d&#8217;Indy wollte ich mich schon im Voraus einstimmen und so hörte ich mir daheim auf einer CD das 1. und das 2. Streichquartett d&#8217;Indys in der Wiedergabe des Budapester (!) Kodály Quartetts an. Als ich nun aber im Konzert selber den Beginn der d&#8217;Indyschen Sommertagsmusik hörte, fühlte ich mich sofort an die grandiose „Steppenskizze aus Mittelasien“ (1880) erinnert und empfand mich sogleich in einer ganz anderen Welt als in der der beiden Streichquartette. Weil ich einmal irgendwo gelesen habe, dass in der „Steppenskizze“ Alexander Borodins (1833 – 1887) gleich zu Beginn das Flirren der Sonnenhitze überzeugend eingefangen worden sei, hörte ich das &#8211; durch meine Voreinstellung &#8211; bei d&#8217;Indy gleichsam zwangsläufig mit, war aber zugleich darauf gespannt, welchen Verlauf die Musik (abgesehen von der spürbar längeren Zeitdauer dieses Anfangs bei d&#8217;Indy) nun abweichend von Borodin wohl nehmen würde. Der an Naturstimmen erinnernde, zunächst vereinzelt durchbrechende Einsatz von Bläserstimmen gab mir dann die Antwort. Wagner- und Debussy- An- und Vorklänge glaubte ich im weiteren Verlauf der Musik dann auch zu hören. Streckenweise schien mir die Komposition unnötig gedehnt. Im Mittelteil war ich zudem mit der das Triviale streifenden Melodik und der mangelnden Inspririertheit eines bestimmten länger durchgehaltenen Motivs nicht ganz zufrieden; hier war spürbar, dass es zu den wahrhaft großen Komponisten  bei d&#8217;Indy wohl doch einen Unterschied gibt. (Es sei denn, dass Triviale würde parodistisch behandelt, wie z. B. in Bartóks „Konzert für Orchester“, oder gezielt versprengt eingesetzt, wie in Mahlers Symphonien.)  Fazit: Es war gut, dieses Stück mal kennengelernt zu haben; die Klangmischungen waren interessant; aber mein Verlangen, es mir noch einmal anzuhören, ist begrenzt. Ganz im Unterschied zur 5. Symphonie von Saygun. Dichte, Komplexität, Differenziertheit und klanglicher Einfallsreichtum (ohne Gesuchtheit!) haben mich da künstlerisch voll überzeugt. Und so ist mein Interesse für diesen Komponisten weiterwirkend geweckt worden. Als nächstes interessieren mich jetzt seine Klavierkonzerte.<br />
Das Bartóksche 2. Violinkonzert lag und liegt mir in zwei exzellenten CD-Aufnahmen vor: In der 10 Jahre alten Aufnahme mit Gil Shaham und dem Chicago Symphony Orchestra unter Pierre Boulez und in der keineswegs schlechteren, 42 Jahre älteren Aufnahme mit dem heute vor 10 Jahren verstorbenen Geiger Yehudi Menuhin und dem Minneapolis Symphony Orchestra unter Antal Dorati. Die Darbietung in Duisburg nun mit Kolja Blacher brauchte sich hinter diesen beiden Referenzaufnahmen ganz und gar nicht zu verstecken. Ihre direkte, packende Präsenz tat das Ihre.</p>
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