8. PHIL. KONZERT | Probe | J. Darlington und K. Blacher
INFO-BOX: Alle Informationen zum 8. Phil. Konzert auf einen Blick
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17.25 Uhr. Ich sitze in der Philharmonie in der Mercatorhalle und bereite mich auf das nächste Meeting vor. Ich geniesse die Grösse des Raumes, das feine, die Augen schmeichelnde Licht und die wohltuende Atmosphäre, die dieser riesige Raum ausstrahlt. Ich bin allein, die nächste Orchesterprobe zum 8. Philharmonischem Konzert beginnt erst in 90 Minuten. Unwillkürlich leise tippe ich Termine und Notizen in mein Notebook. Ich liebe diese Moment, wo die Halle mir alleine gehört.
Plötzlich geht die Bühnenseitentür auf. Ich höre Stimmen und bin ein wenig enttäuscht, dass dieser heilige Moment ein Ende hat. Herein kommt J. Darlington und hat den Solisten des Konzerts, den Geiger Kolja Blacher, bei sich. Sie gehen Richtung Dirigentenpult und während Jonathan Darlington Noten sortiert, stimmt Kolja Blacher seine Geige. Ich schliesse mein Notebook, gehe zu den beiden hinüber und begrüsse sie. Ich frage, ob ich sie störe. Nein, sagen sie, ich könne ruhig bleiben. Schon sind sie wieder in ihr Gespräch über Inhalte des Konzerts vertieft und ich gehe leise zurück zu meinem Platz. Ich ahne, das ich etwas Besonderes erleben werde.
Ich liebe die Proben zu den Philharmonischen Konzerten.Wie nach und nach die Musiker zueinander finden, wie sich Musik aus Einzelpassagen zu einem kompletten Konzert zusammenfügt. Als Laie kann ich das nur so beschreiben: Viele Farbtupfer werden nach und nach zu einem detailreichen, ausdrucksstarken Bild. Das Können der MusikerInnen und die Vorstellungskraft des Dirigenten verschmelzen so zu einem gemeinsamen Werk.Aber noch nie war ich Zeuge einer Solistenprobe und wie gerne hätte ich das gefilmt! Das Gespräch zwischen Dirigent uns Solist drehte sich intensiv um einzelne Passagen, Ton für Ton wuchs zusammen und während Kolja Blacher seiner Geige zauberhafte Klänge entlockte, intonierte Jonathan Darlington stimmlich das Gespielte mal mit, mal vor, übertönte die Geige und wurde wieder von ihr aufgenommen. Beide Künstler tanzten einen sonderbaren und fesselnden Tanz aus Bewegung, Stimme und Geige.Verstohlen kramte ich blind, ohne ein Auge von der Szene zu nehmen, in meinem Rucksack, tastete mich an meine kleine Kamera heran, holte sie heraus und machte, während die ersten OrchestermusikerInnen eintrafen und auf Zehenspitzen zu ihren Plätzen gingen, schnell ein paar Fotos. In diesem Moment war ich traurig, das Christoph mit seiner Profikamera nicht anwesend war und ich weiss, wenn er das liest, wird er es ebenfalls sein.Aber vielleicht war die kleine, unauffällige Kamera auch die einzige Möglichkeit, etwas von dem Zauber dieses Moments einzufangen und zu konservieren.






23:39 Uhr
Hey, da muß ich Dir was erzählen…
Als Kind hatte ich ein Buch “Ich mag Musik”- ich glaube heute, daß dieses Kinderbuch mit vielen schönen, großen schwarz-weiß-Fotos mich beim Musikerin-werden inspiriert hat….
In dem Buch ging es um einen kleinen Jungen, der Geige spielt.
Er hatte einen wunderschönen Lockenkopf und ich hab mich als kleines Mädchen in den Jungen verliebt.
Ich glaube, seitdem mag ich Männer mit Locken… ;)
Der Junge auf den Fotos und in der Geschichte hieß nicht nur Kolja, sondern es war original Kolja Blacher, wie mir später klarwurde…
Ich hab das Buch immer noch und werde es nie wieder hergeben!!! :)
05:29 Uhr
Hi Chikatze,
was für eine wundervolle Geschichte : )! Vielen Dank für das (Mit-) Teilen.
Viele Grüsse, Frank
P.S.: ich bin mir fast sicher, dass ich das Buch auch gelesen habe.