7. PHILHARMONISCHES KONZERT | Beethoven und Strauss
INFO-BOX: Alle Informationen zum 7. Phil. Konzert auf einen Blick
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Klassisches Heimspiel: Frank Peter Zimmermann zu Gast in der Mercator-Halle
Das 7. Philharmonische Konzert der Duisburger Philharmoniker ist in zweierlei Hinsicht ein Heimspiel was die Künstler angeht. Frank Peter Zimmermann, geboren 1965 in Duisburg, und die Solo-Streicher der Duisburg Philharmoniker Friedemann Pardall (Violoncello) und Mathias Feger (Viola) interpretieren Beethoven und Strauss.
Es ist das Verdienst des Geigers Joseph Joachim, dass sichWeiter lesen das Violinkonzert in D-Dur op. 65 von Beethoven durchgesetzt hat. Denn die Uraufführung war schlicht und einfach ein Reinfall. Es könnte daran gelegen haben, dass der Geiger Franz Clement den Solopart für dieses Konzert nicht rechtzeitig genug bekam. Jedenfalls: Das Konzert fiel durch. Was Beethoven nicht entmutigte, sondern ihn eher noch anspornte – er arbeitete das Konzert noch einmal 1807 sorgfältig durch. Vom tänzerischen Finalrondo einmal abgesehen, liegen die Schwierigkeiten des Werkes weniger im Technisch-Virtuosen. Hier ist die Kunst des großen Spannungsbogens gefragt, die Balance mit dem Orchester, die Flexibilität in Ton und Linie. Dafür spricht schon die Einleitung des ersten Satzes, in dem Beethoven einen Mini-Themenkosmos webt bei dem die Violine sich erst nach knapp 100 Takten zu Wort meldet. Wir freuen uns sehr darüber für das Konzert Frank Peter Zimmermann gewonnen zu haben.
Geboren 1965 in Duisburg, begann Frank Peter Zimmermann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel und gab bereits mit 10 Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Im November 2005 feierte er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Hermann Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastierte bei allen wichtigen Festivals und bei allen berühmten Orchestern und Dirigenten in der Alten und Neuen Welt. Zusammen mit Emanuel Ax spielte er im Sommer 2007 bei einigen deutschen Festivals umjubelte Konzerte mit Werken von Beethoven. Am 21. Januar 2008 erhielt er das “Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland”.Mit Friedemann Pardall (Violoncello) und Mathias Feger (Viola), zwei Solo-Streichern der Duisburger Philharmoniker, ist auch Strauss’ „Don Quixote“ kompetent besetzt. Hier sind die Solisten zugleich Darsteller auf einer imaginären Klangbühne: Mit drastischer Bildkraft und einem herrlich verschrobenen Humor lässt Strauss die Abenteuer des „Ritters von der traurigen Gestalt“ und seines bauernschlauen Dieners Sancho Pansa in zehn Variationen und Finale Revue passieren. Dabei setzt Strauss auch ein so ungewöhnliches Instrument wie die Windmaschine ein und wenn das Orchester das Blöken einer Hammelherde nachahmt ist die nur ein Beweis für das Komische dieser Symphonischen Dichtung nach dem Buch von Cervantes. Wobei das Werk durchaus nicht ungeteilt mit Begeisterung aufgenommen wurde. Bei der Erstaufführung in Paris fühlte sich das Publikum auf den Arm genommen. Doch Strauss’ Musik ist auch ein etwas wehmütiger Abgesang auf die Zeit, in der die Ritter noch idealistisch der hohen Minne fröhnen konnten.






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