04. März, 2009

4. Kammerkonzert | Die schöne Müllerin | D. Henschel

INFO-BOX: Alle Informationen zum 4. Kammerkonzert auf einen Blick
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Am kommenden Sonntag, 08. März 2009 um 20 Uhr, findet in der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg ein ganz besonderes Kammerkonzert statt: Unser GMD Jonathan Darlington begleitet den Bariton Dietrich Henschel zu Franz Schuberts “Die schöne Müllerin op. 25 D 795″ am Klavier. Das ist eine so aussergewöhnliche Kombination, dass wir uns neugierig an die Hintergründe herangetastet haben und diese in dacapo beleuchten werden. Beginnen werden wir heute mit dem Sänger dieses besonderen Abends. Weiter lesen…

Dietrich Henschel (Bariton) begann seine internationale Karriere mit zwei Opernproduktionen, in denen er die Titelrolle sang: Hans Werner Henzes „Prinz von Homburg“ an der Deutschen Oper Berlin und Ferruccio Busonis „Dr. Faust“ an der Opéra National de Lyon. Unmittelbar danach folgten Engagements an die beiden Opernhäuser in Paris: Im Théâtre du Châtelet sang er in Glucks „Alceste“, wiederum „Dr. Faust“ und von Richard Strauss „Die schweigsame Frau“. Die Opéra de la Bastille verpflichtete ihn als Pelléas in Robert Wilsons legendärer Produktion von Debussys Oper sowie als Graf in der Strauss-Oper „Capriccio“.Inzwischen ist Dietrich Henschel regelmäßiger Gast an den Opernhäusern in Berlin, Mu?nchen, Amsterdam, Bru?ssel, Lissabon, Madrid, Genf, Zu?rich und Paris. Außerdem tritt er bei den internationalen Festspielen in Salzburg, Aix-en-Provence und Florenz auf. Dabei kommt es zur Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Helmuth Rilling, William Christie, Christoph Eschenbach, Kirill Petrenko, Kent Nagano, Christoph von Dohnanyi, Gerd Albrecht, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann und Zubin Mehta.. Das umfangreiche Opernrepertoire des Sängers enthält Partien von Claudio Monteverdi (Orfeo, Ulisse), Wolfgang Amadeus Mozart (Graf, Don Giovanni, Alfonso), Gioacchino Rossini (Barbier), Richard Wagner (Wolfram, Gunther, Beckmesser), Claude Debussy (Pelléas) und Richard Strauss (Barbier in „Die schweigsame Frau“, Graf und Olivier in „Capriccio“). In den Opern des zwanzigsten Jahrhunderts singt er auch große Partien in Ferruccio Busonis „Dr. Faust“, Hans Werner Henzes „Prinz von Homburg“ und Alban Bergs „Wozzeck“.Konzerte und Liederabende nehmen einen wesentlichen Teil seiner Tätigkeit in Anspruch. Neben den solistischen Aufgaben in den großen Passionen und Oratorien ist die Anzahl der Liederabende beeindruckend, bei denen Dietrich Henschel von Fritz Schwinghammer, Helmut Deutsch, Michael Schäfer und Shinya Okahara begleitet wird. Dietrich Henschel hat inzwischen auch als Dirigent Aufsehen erregt: mit dem Pariser Ensemble Diabolicus debu?tierte er im Théâtre du Châtelet mit Ludwig van Beethovens erster Sinfonie und Gustav Mahlers „Lied von der Erde“. Konzerte mit dem Orchestre de l’Opéra de Rouen und dem Orchester des Bru?sseler Théâtre de la Monnaie schlossen sich an. Die erste als Dirigent eingespielte CD ist bei dem Label Ambroisie/Naive erschienen und enthält Werke von Richard Wagner und Johann Strauß/Arnold Schönberg.Unter Dietrich Henschels zahlreichen Gesangsaufnahmen sind besonders zu erwähnen: Franz Schuberts „Winterreise“ mit dem Pianisten Irwin Gage, Hugo Wolfs Mörike-Lieder mit Fritz Schwinghammer, Gustav Mahlers Kindertotenlieder, Ru?ckert-Lieder und Wunderhornlieder mit Kent Nagano, Lieder von Erich Wolfgang Korngold mit Helmut Deutsch, Lieder von Ludwig van Beethoven mit Michael Schäfer, Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ unter der Leitungvon Philippe Herreweghe, Joseph Haydns „Jahreszeiten“ unter der Leitung von René Jacobs und „Die Schöpfung“ unter der Leitung von William Christie, Gustav Mahlers Wunderhornlieder unter der Leitung von Philippe Herreweghe, Franz Schuberts „Schwanengesang“ mit dem Pianisten Fritz Schwinghammer, Arnold Schönbergs „Jakobsleiter“ sowie Hugo Wolfs Orchesterlieder unter der Leitung von Kent Nagano, Lieder von Ralph Vaughan-Williams, Gustav Mahler und Henri Duparc mit Fritz Schwinghammer und natu?rlich die Gesamtaufnahme von Busonis „Dr. Faust“ (Dirigent: Kent Nagano), fu?r die er 2000 den „Grammy“ erhalten hat.

Von Christoph Müller-Girod

Kommentare

  1. Günter Landsberger 4. März 2009
    07:14 Uhr

    Ein in jeder Hinsicht verlockendes Konzert wäre das für mich, zumal Schuberts “Die schöne Müllerin” mir seit den großartigen Aufnahmen von Fischer-Dieskau und Fritz Wunderlich bis zu den neuesten Versionen (etwa von Bostridge und sogar Andreas Post) bestens vertraut und lieb ist und darüberhinaus bei mir geradezu “einen Sitz im Leben” hat. Nur gastiert genau zur gleichen Zeit das vielleicht bedeutendste Streichquartett Nordamerikas ganz in der Nähe und dafür habe ich schon seit Monaten Karten. Aber das 8. Philharmonische Konzert am nächsten Mittwoch werde ich mir nicht entgehen lassen. So eine ungewöhnliche Programmzusammenstellung und solche Kennenlernmöglichkeit hat man ganz selten.
    Alle aber, die Zeit und Lust für “Die schöne Müllerin” haben, sollten auch schon am Sonntag kommen.

  2. Hallo Herr Landsberger,

    mir geht es genauso: das ist ein echtes qualitatives und quantitatives Finale Furioso der Spielzeit! Am Sonntag könnte ich von 10-22 Uhr vor Ort sein, Musik hören, mit den Musiker sprechen, Interviews aufnehmen…einfach nur die Seele im Takt baumeln lassen. Und ab Montag gehts dann auch schon hoch her in Richtung 8. Phil. Konzert.

    Ich liebe es!

    Viele Grüsse,
    Frank Tentler

9. Philharmonisches Konzert

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