2.Konzert im Opernfoyer | Diashow

In der Weihnachtszeit gibt es eigentlich zwei Werke, die immer wieder mal gerne für Aufführungen genommen werden. Zum Einen natürlich – fast schon obligatorisch:
Bachs “Weihnachtsoratorium”. Zum Anderen wird “Der Messias” seines Zeitgenossen Georg Friedrich Händel gerne verwendet, jedenfalls der erste Teil, der sich mit der Ankündigung Christi sowie dessen Geburt beschäftigt. Ein wunderschöner Mix aus Barock, Romantik und Volksliedern bot sich den Zuhörern des 2. Opernfoyers am heutigen Sonntag.Zur Diashow…
Bach, Händel und Scrooge
In der Weihnachtszeit gibt es eigentlich zwei Werke, die immer wieder mal gerne für Aufführungen genommen werden. Zum Einen natürlich – fast schon obligatorisch:?Bachs “Weihnachtsoratorium”. Zum Anderen wird “Der Messias” seines Zeitgenossen Georg Friedrich Händel gerne verwendet, jedenfalls der erste Teil, der sich mit der Ankündigung der Ankunft Christi sowie dessen Geburt beschäftigt. Ein wunderschöner Mix aus Barock, Romantik und Folksliedern bot sich den Zuhörern des 2. Opernfoyers am heutigen Sonntag.
Fotos: Christoph Müller-Girod
Kein Wunder also wenn das zweite Opernfoyer-Konzert mit der Arie “Every valley” aus dem Messias von Händel begann. Die weitklingende und tragende Stimme von Martin Shalita R. füllte den Raum vollständig aus. Zwischen den Musikstücken war die klassische Geschichte “Ein Weihnachtslied” von Charles Dickens zu hören. Eine geschickt gekürzte Fassung brachte die Kernstellen der Geschichte heraus und gewiß wird der Ein oder Andere das als Appetithappen für eine sorgfältigere Lektüre gewählt haben. Die Vorleser Claudia Hübbeke und und Winfried Küppers waren mit Eifer bei der Sache, flüsterten dann wenn es angebracht war, unterstrichen aber auch die schrecklichen Erscheinungen, denen der Geizhals Scrooge am Weihnachtsabend begegnet.
Nachdem Martin Shalita das Konzert eröffnet hatte, folgte nach dem ersten Teil der Lesung die Arie “The people that walked in darkness”, dargeboten von Josef Szalay deren Textvorlage beim Propheten Jesaja zu finden ist. Das Licht, das über denen scheint, die im finsteren Tale wohnen kam bei der Gestaltung der Arie durchaus zum Ausdruck. Als Ersatz für das Orchester saß Pianist Christoph Dammann am Flügel, der die barocken Verzierungen schwungvoll zu Gehör brachte, aber ebenfalls bei den Volksliedern oder Bachs “Ich steh an seiner Krippen hier” den Sängern genügend Raum zur Entfaltung bot. Neben Bach und Händel gab es einen kleinen Block mit drei Volksliedern aus Finnland, Schweden und Amerika, bevor dann der Höhepunkt des Konzerts von Elisabeth Selle vorgetragen wurde: “Er weidet seine Herde” aus dem Messias ging mir so zu Herzen, dass tatsächlich Tränen über meine Wangen rannen. Mitleidsvoll reichte mir die Saalordnerin ein Taschentuch… Eher ein wenig bescheidener, nämlich mit Bachs “Ich steh an deiner Krippe hier” ging es dann mit Josef Szalay weiter, mit “Großer Held und starker König” konnte R.Bachmann nochmal sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zwei Stücke aus Bachs Weihnachtsoratorium. Marianne Folkestaedts Interpretation von Max Regers “Marias Wiegenlied”, op. 56,23 sowie Hugo Wolf Lied 3 aus dem ersten Spanischem Liederbuch beendete das gelungene Konzert. Wohlfälliger Beifall belohnte die beiden Sänger und den Pianisten Christoph Dammann für die Einstimmung in die beinahe schon letzte Woche vor dem Heiligabend.isburger philharmoniker jonathan darlington opernfoyer






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