26. Oktober, 2009

2. Profile-Konzert setzt südamerikanisch-europäische Akzente

villa-lobos_blog

Anlässlich seines 50. Todestages widmet  ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker das 2. Profile-Konzert am kommenden Sonntag, dem 1. November, um 11 Uhr im Opernfoyer des Theaters Duisburg dem bedeutendsten brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos.
Von seinem Vater wurde Villa-Lobos früh im Cello-Spiel unterrichtet und trat zunächst in Kaffeehäusern und an kleinen Theatern auf. Prägend für sein künstlerisches Schaffen war vor allen Dingen Johann Sebastian Bach, der sein musikalisches Vorbild war. Aber auch die Besuche des Balletts Russes unter der Leitung von Michel Fokine, wo er erstmals mit den französischen Impressionisten und verschiedenen russischen Komponisten sowie später mit der Musik Igor Strawinskis in Berührung kam, hatten großen Einfluss auf Heitor Villa-Lobos.

Im Jahr 1915 fand die erste öffentliche Aufführung eigener Kompositionen des in Brasilien hochverehrten Komponisten statt, da war er gerade 28 Jahre alt. Schließlich wurde Arthur Rubinstein ein begeisterter Befürworter seiner Musik. Eine besondere Freundschaft entwickelte der Komponist auch zu seinem Kollegen Darius Milhaud.

Besonders berühmt wurden Villa-Lobos „Bachianas Brasilieras“, in denen er die heißblütige Folklore seiner Heimat mit dem strengen linearen Denken Bachs verband. Unter seinen mehr als 1.000 Kompositionen sind 12 Sinfonien, fünf Klavier-, zwei Cellokonzerte und je ein Gitarren-, Harfen- und Mundharmonikerkonzert, 17 Streichquartette und drei Klaviertrios. Seine Werke für Gitarre gehören zum Standardrepertoire für Solisten dieses Instruments.

Im zweiten Profile-Konzert lassen Martin Kühn an der Flöte, Imke Alers, Oboe, Andreas Oberaigner, Klarinette, Nicolai Frey, Horn sowie Anselm Janissen am Fagott die musikalischen Traditionen Südamerikas aufleben.
Die Quintette von Heitor Villa-Lobos sowie „La cheminée du roi René“ und Scaramouche seines Weggefährten Darius Milhaud stehen ebenso auf dem Programm wie „Histoire du Tango” von Astor Piazzolla sowie „Fragor Urbano“ von Ezequiel Diz aus der jüngeren musikalischen Vergangenheit Südamerikas. Insgesamt zieht das Konzert reizvolle Verbindungen zwischen den musikalischen Traditionen Europas und Südamerikas.

Die Karten für das 2. Profile-Konzert kosten 11,20 Euro, ermäßigt 6,70 Euro.

Von mediabot

Kommentare

  1. Das Konzert ist am 1.11.- neben dem Artikel steht aber 26.10.-könnt ihr ds ändern bitte- danke Imke

    und außerdem steht da oben KommTentare statt Kommentare…..

  2. Christian Spließ 28. Oktober 2009
    19:12 Uhr

    Hallo Imke – danke für den Hinweis. Das Datum haben wir prompt korrigiert, das mit den richtigem Wort Kommentar dann auch bald. ;-)

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