2. Philharmonisches Konzert- 17./18.09.2008

Es sind zwar noch ein paar Tage bis zum 2. Philharmonischem Konzert der neuen Spielzeit, aber nach dem Andrang um die Karten beim 1. Philharmonischem Konzert im letztem Monat, ist es wohl nicht früh genug schon heute darauf aufmerksam zu machen:
Farben und Verlockungen des SüdensMi 17. / Do 18. September 2008, 20.00 Uhr
Als brillante Schriftsteller und geistvolle Chronisten des musikalischen Lebens genossen Hector Berlioz und Robert Schumann schon zu Lebzeiten große Anerkennung; als Komponisten blieb sie beiden weitgehend versagt. Zweifellos waren gerade Schumanns Spätwerke ihrer Zeit deutlich voraus – so auch das 1853 in Düsseldorf komponierte Violinkonzert, das Schumanns Erben der Öffentlichkeit mit falscher Pietät vorenthielten. Das musikalisch wie technisch schwierige Werk fordert nicht nur den sattelfesten Virtuosen, sondern auch den formbewussten und stilsicheren Gestalter – kurz: einen Künstler wie den 1951 geborenen Giuliano Carmignola, der im romantischen Repertoire ebenso zuhause ist wie in der Alten Musik.
Auch Hector Berlioz scheiterte mit seinen kühnen musikalischen Ideen immer wieder am konservativen Zeitgeschmack. Seine lebenspralle Oper über den Renaissancekünstler Benvenuto Cellini erlebte bei ihrer Uraufführung 1838 ein Fiasko und wurde erst Jahrzehnte später rehabilitiert.
Leichter hatte es Berlioz mit seiner schwungvollen Ouvertüre „Römischer Karneval“, die er aus den Hauptthemen der glücklosen Oper formte. Der polnische Spätromantiker Ludomir Rózycki huldigte in seiner sinfonischen Dichtung „Mona Lisa Gioconda“ gleichfalls der italienischen Renaissance, genauer gesagt: deren berühmtestem Lächeln. Rózycki, ein Meister des üppig blühenden Orchesterklangs, drückte übrigens an der Warschauer Musikakademie die Schulbank gemeinsam mit seinem Landsmann Karol Szymanowski. Dessen künstlerische Persönlichkeit war zwar um einiges rebellischer, aber er teilte die Empfänglichkeit des Kollegen für die Farben und Verlockungen des Südens.
Seine dritte Sinfonie nach Worten des altpersischen Dichters Dschelaleddin Rumi beschwört mit ekstatischen, dunkel glühenden Klängen die Atmosphäre einer orientalischen Nacht.
Giuliano Carmignola Violine |

Steve Harrison
Tenor
Mercatorhalle Duisburg im CityPalais Einzelkarten 8,00/13,00/16,00/21,00/25,00/30,00 €, ermäßigt 4,00/6,50/8,00/10,50/12,50/15,00 €
Mit freundlicher Unterstützung von Altana
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Hinweis: Alle Fotos in unseren Beiträgen dürfen zu privaten, nicht kommerziellen Zwecken verwendet und verändert werden.

Es sind zwar noch ein paar Tage bis zum 2. Philharmonischem Konzert der neuen Spielzeit, aber nach dem Andrang um die Karten beim 1. Philharmonischem Konzert im letztem Monat, ist es wohl nicht früh genug schon heute darauf aufmerksam zu machen:
Farben und Verlockungen des SüdensMi 17. / Do 18. September 2008, 20.00 Uhr
Als brillante Schriftsteller und geistvolle Chronisten des musikalischen Lebens genossen Hector Berlioz und Robert Schumann schon zu Lebzeiten große Anerkennung; als Komponisten blieb sie beiden weitgehend versagt. Zweifellos waren gerade Schumanns Spätwerke ihrer Zeit deutlich voraus – so auch das 1853 in Düsseldorf komponierte Violinkonzert, das Schumanns Erben der Öffentlichkeit mit falscher Pietät vorenthielten. Das musikalisch wie technisch schwierige Werk fordert nicht nur den sattelfesten Virtuosen, sondern auch den formbewussten und stilsicheren Gestalter – kurz: einen Künstler wie den 1951 geborenen Giuliano Carmignola, der im romantischen Repertoire ebenso zuhause ist wie in der Alten Musik.
Auch Hector Berlioz scheiterte mit seinen kühnen musikalischen Ideen immer wieder am konservativen Zeitgeschmack. Seine lebenspralle Oper über den Renaissancekünstler Benvenuto Cellini erlebte bei ihrer Uraufführung 1838 ein Fiasko und wurde erst Jahrzehnte später rehabilitiert.
Leichter hatte es Berlioz mit seiner schwungvollen Ouvertüre „Römischer Karneval“, die er aus den Hauptthemen der glücklosen Oper formte. Der polnische Spätromantiker Ludomir Rózycki huldigte in seiner sinfonischen Dichtung „Mona Lisa Gioconda“ gleichfalls der italienischen Renaissance, genauer gesagt: deren berühmtestem Lächeln. Rózycki, ein Meister des üppig blühenden Orchesterklangs, drückte übrigens an der Warschauer Musikakademie die Schulbank gemeinsam mit seinem Landsmann Karol Szymanowski. Dessen künstlerische Persönlichkeit war zwar um einiges rebellischer, aber er teilte die Empfänglichkeit des Kollegen für die Farben und Verlockungen des Südens.
Seine dritte Sinfonie nach Worten des altpersischen Dichters Dschelaleddin Rumi beschwört mit ekstatischen, dunkel glühenden Klängen die Atmosphäre einer orientalischen Nacht.
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