11. PHIL. KONZERT | Winterträume und Frühlingsgefühle
INFO-BOX: Alle Informationen zum 11. Phil. Konzert auf einen Blick
| Beiträge | Tickets |

Die Amerikanerin Karen Kamensek dirigiert die Duisburger Philharmoniker
Passend zu den wetterwendischen Tagen der „Eisheiligen“ präsentiert sich das Programm des 11. Philharmonischen Konzerts am Mittwoch 6. und Donnerstag 7. Mai um 20 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit der in Chicago/Illinois geborenen Dirigentin Karen Kamensek. Weiterlesen
Die stellvertretende Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper stellt drei Werke vor, die Winterwehe und Frühlingswonne in ebenso plastischen wie poetischen Klangbildern beschwören. In seinem Ballett „Der Kuss der Fee“ griff Igor Strawinsky 1928 auf Lieder und Klavierstücke von Peter Tschaikowsky zurück – als Hommage an den verehrten Meister zu dessen 35. Todestag. Die Tänzerin und Choreographin Ida Rubinstein hatte Strawinsky den Auftrag zu dem Werk erteilt, einer irrealen, winterlichen Liebesgeschichte frei nach Hans Christian Andersens Märchen „Die Eisprinzessin“. Strawinsky hatte sich dabei so tief in den Stil Tschaikowskys eingearbeitet, dass er später selbst nicht mehr genau wusste, was er von ihm übernommen und was er selbst komponiert hatte.Vollständig echt und dazu noch höchst charakteristisch ist indes Tschaikowskys Sinfonie Nr. 1 g-Moll aus dem Jahre 1866. „Winterträume“ überschrieb der Komponist seinen sinfonischen Erstling; und es ist in der Tat nicht schwer, im sanft-elegischen Kopfsatz weite verschneite Ebenen zu sehen – oder im brillant orchestrierten Scherzo Väterchen Frost klirren zu hören. Wichtiger ist allerdings, dass dem 26jährigen Debütanten hier ein ausgereiftes und formal gerundetes Meisterwerk gelang, zu dem er sich auch in späteren Jahren noch bekannte.Von der glitzernden kalten Pracht zur wärmenden Frühlingssonne: Mit Aaron Coplands Ballettmusik „Appalachian Spring“ lässt Karen Kamensek den Frühling in den Appalachen einziehen, einem waldreichen Hochgebirge im Osten der USA. Hier bereiten sich Braut und Bräutigam auf ihre Hochzeit vor, hier beziehen sie am Ende ihr gemeinsames Heim. Auch dieses Werk entstand im Auftrag einer Grande Dame des modernen Balletts – der amerikanischen Choreographin Martha Graham, für deren legendäres New Yorker Tanzensemble zahlreiche amerikanische Komponisten Beiträge leisteten. Mit „Appalachian Spring“, einem Hymnus auf das einfache Leben der Siedler und Pioniere zu Beginn des 19. Jahrhunderts, gelang Aaron Copland 1944 ein Welterfolg.
Vor zwei Jahren dirigierte Kamensek zur Eröffnung der Duisburger Akzente im Landschaftspark Duisburg-Nord die Oper „The CIVIL warS“ von Philip Glass. Im vergangenen Jahr stand sie bei der Welturaufführung von Richard Farbers „Concerto grosso for Percussion and Orchestra“ während des WDR Musikfestes in der Philharmonie Mercatorhalle am Pult.Die Eintrittskarten kosten zwischen 8 Euro und 30 Euro, ermäßigt 4 Euro und 15 Euro und sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen zu bekommen und im Servicebüro des Theaters Duisburg.






Weitersagen