1. Kammerkonzert | Mit orchestraler Phantasie: Denys Proshayev eröffnet Bechstein-Klavierabende
Denys Proshayev eröffnet am Sonntag, den 25. Oktober um 19 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle den Zyklus der Duisburger Kammerkonzerte in der Spielzeit 2009/2010. Es ist zugleich der erste „Bechstein-Klavierabend“ in Duisburg: Der neue Bechstein Konzertflügel wird künftig in jeder Spielzeit mit einem Klavierabend besonders herausgestellt – bespielt durch die Hände renommierter Meisterpianisten, die sich dem Instrument, seiner Wärme und Klangfülle besonders verbunden fühlen.
Der Sieg beim ARD Wettbewerb in München öffnete Denys Proshayev 2002 die Tore zu einer großen internationalen Karriere. Der 1978 geborene ukrainische Pianist hatte aber zuvor keineswegs die üblichen Stationen einer Wunderkind-Laufbahn abgeschritten, wie sie für das straff organisierte Ausbildungssystem in der ehemaligen Sowjetunion typisch waren. Im Gegenteil: Erst mit neun Jahren fand er zum Klavier, mit 14 begann seine intensive musikalische Ausbildung am Musikgymnasium in Kiew. „Es war der erste eigene Entschluss, den ich gefasst habe. Ich wollte Berufsmusiker werden“, so der junge Pianist.
Schlag auf Schlag folgten seit 1995 Erfolge bei internationalen Wettbewerben, u.a. in Ettlingen und beim Clara Haskil Wettbewerb in Vevey (Schweiz). Seit 1998 studierte Denys Proshayev in der Meisterklasse von Vladimir Krainjew an der Musikhochschule Hannover, wo er zusätzlich seit 2001 eine Ausbildung zum Kapellmeister absolvierte. Denys Proshayev mochte sich eben nicht auf den mitunter flüchtigen Ruhm einer Solistenkarriere verlassen; außerdem wies seine Klangphantasie schon früh über die Grenzen des Klaviers hinaus. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum er seither als Solist mit großen Orchestern Erfolge feiern konnte, so etwa bei den Münchner Philharmonikern, dem Frankfurter Museumsorchester, dem Dänischen Nationalorchester und den Sinfonieorchestern nahezu aller ARD-Anstalten. Auch beim Abschlusskonzert des WDR Musikfestes in Duisburg 2008 konnte er sich als souveräner, glanzvoller Virtuose präsentieren.
2006 legte Denys Proshayev seine Debüt-CD mit Musik des französischen Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau vor, deren fein ziselierten und reich dekorierten Cembalo-Satz er mit hohem Klangsinn auf den modernen Flügel übertrug. Rameau steht auch am Anfang seines Duisburger Klavierabends, gefolgt von Mozarts Rondo a-Moll KV 511 und zwei Werken der deutschen Romantik, in denen das Klavier auf besondere Weise zum Statthalter eines imaginären Orchesters wird: Schuberts Sonate a-Moll D 784 und die Davidsbündlertänze op. 6 von Robert Schumann.






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