11. November, 2009

„Famose Frauenformation“ | Klenke Quartett gestaltet das 2. Duisburger Kammerkonzert

Klenke Quartett

Beim zweiten Duisburger Kammerkonzert am Sonntag, dem 22. November um 19 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle ist mit dem Weimarer Klenke Quartett eine der wichtigsten Kammermusik-Formationen der jüngeren Generation zu Gast. Annegret Klenke und Beate Hartmann (Violine), Yvonne Uhlemann (Viola) und Ruth Kaltenhäuser (Violoncello) sind allesamt Absolventinnen der Weimarer Musikhochschule und arbeiten seit mittlerweile 15 Jahren zusammen. Schon früh schälte sich das unverwechselbare Klangprofil des Ensembles heraus, in dem sich Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis mit den Errungenschaften der großen deutschen Quartett-Tradition auf ideale Weise verbinden. Bedeutende Lehrerpersönlichkeiten wie Norbert Brainin (Amadeus Quartett) und Harald Schoneweg (Cherubini Quartett) begleiteten den Weg des Klenke Quartetts, das heute regelmäßig auf den großen deutschen Konzert- und Festspielpodien gastiert. Seit 2003 leiten die vier Musikerinnen darüber hinaus mit großem Erfolg ihre eigene Konzertreihe „Auftakt“ im Weimarer Goethe-Nationalmuseum.

Die „famose Frauenformation“ (so das Fachmagazin FonoForum) konnte für ihre CD-Produktionen bereits bedeutende Preise einfahren – so etwa 2007 den begehrten Cannes Classical Award. Ihren Duisburger Quartettabend eröffnen die vier Musikerinnen mit Joseph Haydns „Reiterquartett“ g-Moll Hob. III:74, das seinen populären Beinamen vermutlich den kecken Sprüngen im Hauptthema des Kopfsatzes verdankt. Mit dem Streichquartett a-Moll op. 13 lieferte der 18jährige Felix Mendelssohn Bartholdy seinen ersten bedeutenden Beitrag zu einer Gattung, die er wie kein anderer deutscher Romantiker pflegen sollte. Dabei wurde er besonders durch die formale und poetische Individualität der späten Beethoven-Quartette beeinflusst. Deren letztes, das F-Dur-Quartett op. 135, setzt mit seiner lakonisch knappen Sprache zugleich einen Schlusspunkt an die Tradition des klassischen Streichquartetts. Besonders berühmt wurde der geheimnisvolle Einstieg des Finalsatzes. Beethoven stellte ihm gleichsam als Motto eine Phrase voran, der er die Worte „Muss es sein?“ unterlegte. Die Antwort folgte auf dem Fuße: „Es muss sein!“. Die Karten kosten zwischen 9,60 und 20,20 Euro, ermäßigt 5,60 Euro und 11,20 Euro.

Von mediabot

Kommentare

Nächstes Konzert

powered byRheinschafe

Sponsoren